Wirtschaftsförderung des Landkreises informiert

Beim Innovationstag der Wirtschaftsförderung des Landkreises auf Schloss Filseck sorgten Vorträge und eine Diskussion über Industrie 4.0 für einen inspirierenden Austausch.

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Der Geschäftsführer der Rampf Machine Systems GmbH in Wangen, Utz-Volker Jackisch (r.), beim Innovationstag des Landkreises.  Foto: 

"Die Fähigkeit zur Innovation entscheidet über Schicksal." Mit diesem Zitat von Roman Herzog eröffnete Landrat Edgar Wolff die halbtägige Veranstaltung auf Schloss Filseck. Utz-Volker Jackisch, Geschäftsführer bei der Epucret Mineralgusstechnik GmbH, gab zu bedenken, ob man überhaupt erfolgreich sein könne, ohne innovativ zu sein. "Stillstand ist Rückschritt" waren sich alle einig. Zu einem erfolgreichen Unternehmen gehöre die Innovationsbereitschaft, so Wolff. Im Landkreis gebe es hinsichtlich der Innovationskultur noch Handlungsbedarf, stellte der Veranstalter und Wirtschaftsförderer Rainer Lohse fest.

Der Referent Oliver Brehm vom Steinbeis-Transferzentrum Innovation und Organisation führte in die Thematik ein. "Sie sollten frech sein, wenn es um Innovationen geht", sagte er und baute damit eine verbale Brücke zum Namen von Professor Joachim Frech, den er an diesem Nachmittag vertrat. Es gehe darum, vom geradlinigen Weg abzuweichen. Eine Idee allerdings müsse erst am Markt platziert werden, um als Innovation zu gelten, so Brehm.

Seine Erfahrung habe bestätigt, dass die Mitarbeiter-Qualifizierung ein wichtiges Element des Innovationsprozesses sei, das man nicht vernachlässigen sollte. Er führte den Begriff "Industrie 4.0" in die nachmittägliche Diskussion ein. Als Säulen dieses Leitbegriffs seien intelligente Produkte, autonome On-Demand-Produktionsweisen und ein Internet der Dinge zu begreifen. Beispielsweise Fenster, deren Funktionsweise verknüpft ist mit dem aktuellen Wetterbericht, schließen intelligent und autonom. Oder Kühlschränke, die den Bedarf an Milch feststellen und nachkaufen können. "Das Modell Industrie 4.0 setzt uns unter Druck, uns selbst zu hinterfragen", sagte Brehm.

Der Geschäftsführer der Rampf Machine Systems GmbH in Wangen, Utz-Volker Jackisch, hat das Unternehmen mit anfänglich acht Mitarbeitern zu einem mittelständischen Betrieb expandieren lassen. "Das geht nur mit Innovationen", so Jackisch. Auch kritische Aspekte wurden beleuchtet. Jackisch: "Der Begriff innovativ wird inflationär gebraucht. Nicht alles, was neu ist, ist auch innovativ."

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