Wie sieht das Altern im Jahr 2050 aus?

Theaterarbeit kennt keine Grenzen, das beweisen Jugendliche aus drei Nationen derzeit in Donzdorf. Sie erarbeiten das Stück"Alter in Europa 2050".

|
Vorherige Inhalte
  • Die Aufführung der Messe der Hoffnung von Reimund Hess verlangte viel Disziplin und Einfühlungsvermögen von den Sängern des Chors Cantate. Foto: privat 1/2
    Die Aufführung der Messe der Hoffnung von Reimund Hess verlangte viel Disziplin und Einfühlungsvermögen von den Sängern des Chors Cantate. Foto: privat
  • 50 junge Leute aus Frankreich, Spanien, Neusalza-Spremberg und Donzdorf haben ein Theaterstück zum Altern erarbeitet. Heute ist Premiere. Foto: Beate Schnabl 2/2
    50 junge Leute aus Frankreich, Spanien, Neusalza-Spremberg und Donzdorf haben ein Theaterstück zum Altern erarbeitet. Heute ist Premiere. Foto: Beate Schnabl
Nächste Inhalte

Die jungen Leute sitzen in kleinen Gruppen auf dem Boden und tauschen sich angeregt in Englisch aus. Auch Spanisch und Französisch ist auszumachen - und natürlich Deutsch. Auf einem Blatt Papier werden Notizen gemacht."Wie soll im Idealfall das Altern in 2050 in Europa aussehen?", hat ihnen Regisseur Kersten Ginsberg zur Aufgabe gemacht. Ideensammlung für eine Vision, die gleichzeitig die Schlüsselszene in einem Theaterstück darstellt. An drei Tagen in jeweils vier Stunden erarbeiten die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren zusammen mit Theaterlehrer Gerhart Kraner und Produzent und Regisseur Kersten Ginsberg ein knapp 30-minütigesTheaterstück.

Die 50 jungen Leute aus dem französischen Riorges, dem spanischen Calasparra sowie aus Neusalza-Spremberg und Donzdorf gehören zu einem Workshop, der im Rahmen des EU-Projekts"Jugend in Aktion" vom Donzdorfer Verein Europabaum zum Thema"Altern in der europäische Gesellschaft" auf die Beine gestellt worden ist. Dabei ist das Theaterspiel nur ein Teil eines umfangreichen einwöchigen Programms zum Thema Alter.

"Die Schwierigkeit an diesem Projekt liegt an den verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Lebensauffassungen der Jugendlichen", macht Gerhart Kraner deutlich. Unter seiner Leitung sollen die Jungen und Mädchen ihr schauspielerisches Potential ausschöpfen."Vor allem die Spanier zeigten wenig Interesse", stellte Regisseur Ginsberg fest. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten sind die jungen Leute nun konzentriert bei der Sache. Während sich knapp dreißig intensiv ins Schauspiel einbringen, gestalten die übrigen zwanzig das Bühnenbild und besorgen Requisiten. Es wird ein Schauspiel in Episoden. Wie sieht die Versorgung alter Menschen heuteaus? Und wie könnte es 2050 aussehen? Der Pflegenotstand bildet das zentrale Thema.

"Das Stück kommt mit sehr wenig Sprache aus", erklärt Kraner. Die Thematik ist ohnehin auf alle europäischen Staaten übertragbar.

Info Das Ergebnis der intensiven Theaterarbeit ist heute ab 19 Uhr im Martinushaus in Donzdorf zu sehen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Krauter-Pläne vor dem Aus

Für das Vorhaben, die alte Klinik nach Fertigstellung des Neubaus weiterzunutzen, gibt es keine Mehrheit im Gemeinderat. weiter lesen