Wetter lockt 649 Radler zur Stauferlandrundfahrt des FTSV Kuchen

Um 6.30 Uhr scharrten die ersten Frühaufsteher gestern bereits mit den Hufen, besser: mit den Radlerschuhen. Sie wollten losstarten zur 155-Kilometer-Strecke der Stauferlandrundfahrt des FTSV Kuchen.

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Fokussierter Blick: 649 Radfahrer nahmen gestern an der 4. Stauferlandrundfahrt des FTSV Kuchen teil. Foto: Rainer Lauschke

Strahlend blauer Himmel, wenige weiße Wölkchen, die Sonne blinzelt durchs Geäst der Bäume an der Schwimmbadturnhalle in Kuchen. Es ist 6.30 Uhr. Statt am Feiertag auszuschlafen, machen sich hunderte Radsportler aus dem Landkreis Göppingen und darüber hinaus bereit für die 4. Stauferlandrundfahrt des Freien Turn- und Sportvereins (FTSV) Kuchen. Offiziell gehts ab 7 Uhr mit den drei großen Runden mit 155 Kilometern, 115 Kilometern und 77 Kilometern los. Aber die Frühaufsteher können es kaum erwarten, sich auf den Sattel zu schwingen und loszulegen.

Wer sich die lange Strecke vornimmt, hat einiges zu tun: Auf der 155 Kilometer langen Strecke warten insgesamt 2000 Höhenmeter auf die Radler. Dabei passieren sie unter all den Aufstiegen auch den höchsten Punkt des Landkreises in Hohenstadt, außerdem vier Kontrollstellen mit kalorienspendender Verpflegung und Aussichtspunkte mit Blick auf die Kaiserberge. Die Aussicht auf diese Naturerlebnisse in Kombination mit der erfolgreichen Selbstherausforderung ist es, die bereits beim Start ein Strahlen auf die Männer- und Frauengesichter jeden Alters zaubert - sowie an jeder Ecke gute Laune. "Ich bin bereits fertig, wo sind die Duschen?", meint einer schmunzelnd, der sich um kurz nach 7 Uhr die Startkarte bei den fleißigen Mitgliedern und Helfern der Radsportabteilung abholt, um sie auszufüllen. Dazu braucht er eine Startnummer fürs Fahrrad und das braune Verpflegungsband um das Handgelenk, das ihm Bananen, belegte Wecken, Joghurt, Äpfel und am Ende noch Hefezopf sichert.

Überall klappern die Spezialschuhe für die Klickpedale der Rennräder auf dem Asphalt, Mannschaften bilden sich, um im Pulk loszufahren. Viele nutzen diese Ausfahrt als Trainingsfahrt für die Alb-Extrem in Ottenbach.

Der stellvertretende Vorsitzende des FTSV Kuchen, Jürgen Ott, freut sich, dass die Sonne trotz der eher negativen Wettervorhersage scheint. Die Vorsitzende Helga Krupka hat nach einer Stunde das Gefühl, dass "es mehr sind als sonst zu dieser Zeit" - genaue Angaben gibt es erst am Ende, wenn die ausgegebenen Startkarten durchgezählt sind. Für die Familienrundfahrt, die Tour 4 mit ihren 41 Kilometern, können Teilnehmer bis 12 Uhr starten. Dank der vielen fleißigen FTSV-Mitglieder gibt es mehrere Anmeldestellen, nirgends lange Schlangen oder Wartezeiten. Im Hintergrund schreit Freddie Mercury von Queen aus den Lautsprechern: "I want to ride my bicycle, I want to ride my bike" - und spricht den Sportlern aus den Herzen. Los gehts.

Gegen 17 Uhr steht fest: 649 Starter haben sich auf die vier Touren gemacht - eine zufriedenstellende Zahl (mehr dazu im Infokasten).

Erschreckend war dagegen die Nachricht, die Jürgen Ott von Teilnehmern erhielt: Eine 51-jährige Radfahrerin wurde vormittags bei Nellingen von einem Auto erfasst und schwer verletzt (siehe Text unten: Heli bringt Radlerin in Klinik). Jürgen Ott sprach der Frau bei der Siegerehrung im Namen aller viele Genesungswünsche aus.

Bisher habe man glücklicherweise noch nie einen Unfall in diesem Ausmaß erlebt, sagt er. Es sei dem Verein auch immer ein großes Anliegen, alle Teilnehmer zur Rücksichtnahme aufzurufen und mit Helm zu fahren. "Aber wie man sieht, hat man es leider nicht in der Hand, was andere Verkehrsteilnehmer machen", sagt Ott.
 


Teilnehmer und Sieger

Die Touren Die Tour 1 mit 155 Kilometern nahmen 237 Radler in Angriff, die Tour 2 (115 Kilometer) 208 Radfahrer. Bei Tour 3 (77 Kilometer) waren es 144 Teilnehmer, bei Tour 4 (41 Kilometer) 60.

Die Gewinner Die Gruppe mit den meistgefahrenen Kilometern war die Diakonie Baden-Württemberg mit 3281 Kilometern und 29 Teilnehmern. Zweiter wurde der TV Altenstadt mit 2825 Kilometern und 24 Teilnehmern, dritter der MRSC Ottenbach mit 2008 Kilometern und 19 Teilnehmern. Alle Gruppen erhielten einen Pokal.

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