Werbung für Teilzeit-Ausbildung

Erfolgreiche Ausbildung und Kinder erziehen - geht das? Eine Teilzeit-Ausbildung macht's möglich, wie ein Vortragsabend bei der IHK zeigte.

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Jana Rudi, Teilzeit-Auszubildende zur Bürokauffrau der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderungs gGmbH (SAB), berichtete bei der Veranstaltung voller Stolz, dass sie ihre Ausbildung und ihr Kind unter einen Hut bekommen hat. "In der Berufsschule war ich eben die ,Mama' in der Klasse - sogar die Lehrer stellten sich darauf ein und zogen eine halbe Stunde des Unterrichts vor, damit ich meine Kinder rechtzeitig abholen konnte. Es gab immer eine Lösung." Dieser Erfahrungsbericht war einer von vielen Beiträgen bei dem Abend zum Thema Teilzeit-Ausbildung. Mit dem Ziel, das Modell bekannter zu machen, informierte die IHK Bezirkskammer Göppingen am in Kooperation mit der Fachkräfte-Allianz des Landkreises, der SAB, der Kreishandwerkerschaft Göppingen, dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit die Ausbildungsbetriebe über das Thema Teilzeit-Ausbildung, das bereits seit 2005 im Berufsbildungsgesetz verankert ist, aber bisher noch als Nischen-Modell gilt.

Dr. Peter Saile, Geschäftsführer der IHK Bezirkskammer Göppingen, betonte, das Modell sei nicht ohne Grund ein Kernthema der Fachkräfte-Allianz des Landkreises Göppingen. Darin lägen auch bedeutende Fachkräfte-Ressourcen.

Ingrid Dünzl, Ausbildungsberaterin der Handwerkskammer Region Stuttgart, stellte die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen vor und ging dabei auch auf die Zielgruppen ein. Karin Meissner, Fachreferentin der IHK Bezirkskammer Göppingen, zeigte die Vorteile für Unternehmen auf, die auf Erfahrungswerte der bisherigen Ausbildungsverhältnisse in Teilzeit basierten. Birgit Brell, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vom Jobcenter Landkreis Göppingen, stellte zahlreiche Fördermöglichkeiten vor, die Auszubildende in Anspruch nehmen können, um in der Zeit der Ausbildung finanziell abgesichert zu sein. Ramona Fischer, Geschäftsführerin der Firma Fischer Werbung in Welzheim, die bereits eine Mediengestalterin und Mutter von vier Kindern erfolgreich in Teilzeit ausgebildet hat, berichtete, sie würde jederzeit wieder in Teilzeit ausbilden, so auch Ina Roth, Hausleiterin vom Samariterstift Altenstadt.

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