Weltweite Begegnungen

Die Volkstanzgruppe des Schwäbischen Albvereins Süßen gibt es seit 1977. Seither wurde viel bewegt. Nun jährt sich zum 25. Mal das internationale Folklorefestival, das morgen in Donzdorf stattfindet.

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Diese tschechische Gruppe ist eine von zahlreichen Formationen, die in 24 Jahren beim Folklorefestival der Volkstanzgruppe des Albvereins auftrat.  Foto: 

Überlieferte Tanz- und Liedkultur pflegt die Volkstanzgruppe des Schwäbischen Albvereins in Süßen schon seit der Gründung 1977. Schwäbische, historische und Handwerkertänze stehen auf dem Programm, musikalisch sorgt die eigene Musikgruppe für die richtige Untermalung. Die Festtagstracht, in der getanzt wird, kann sich sehen lassen. Sie ist nach Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert selbst gefertigt. "Wir haben 40 Mitglieder", berichtet Doris Mayer von der Volkstanzgruppe. Nicht nur die Erwachsenen widmen sich dem Erhalt des Brauchtums, auch Kinder und Jugendliche sind aktiv mit dabei. Fünf Tanzpaare zählt die Jugendgruppe. Auch die Kindertanzgruppe für die Drei- bis Fünfjährigen ist gut besucht. "Nachwuchsgewinnung ist nicht einfach", weiß Mayer, dank guter Werbung ist den Tänzern der Nachwuchs bisher aber nicht ausgegangen. "Wir tanzen nicht nur, sondern bieten auch andere gemeinsame Aktivitäten an", sagt Mayer. Drei Jahre nach der Gründung, wurde 1980 der Hahnentanz in Süßen wiederbelebt und seither als traditionelles Heimatfest, im Rahmen des Süßener Stadtfestes, weitergeführt. Waren in den Anfangsjahren verschiedenste Tanzgruppen aus dem Ländle zu Gast, so kam 1988 die Anfrage einer ungarischen Tanzgruppe aus Dombovar ins Haus geflattert. "Das war für uns eine große Herausforderung", sagt Doris Mayer. Keiner hatte Erfahrung mit internationalen Begegnungen, viele Fragen mussten geklärt werden: Finanzierung, Verpflegung, Unterbringung. Die Süßener Tänzer packten die Aufgabe mit viel Engagement an, die ungarischen Gäste konnten anreisen, sozusagen die Premiere der Internationalen Begegnungen in Süßen, die jetzt bereits zum 25. Mal stattfinden.

"Wir wurden damals gleich für das folgende Jahr nach Ungarn eingeladen", erzählt Mayer. Obwohl die Verständigung nicht einfach war - mit Englisch kamen die Süßener nicht weit, man bediente sich der Zeichensprache -, waren die Besuche auf beiden Seiten sehr eindrücklich und der Kontakt ist bis heute gut. "Begegnung und Austausch mit Menschen aus anderen Ländern ist zum festen Bestandteil geworden", sagt Doris Mayer. Über das Netzwerk des Schwäbischen Albvereins wurden in den Folgejahren weitere Kontakte zu ausländischen Tanzgruppen hergestellt. Der Beitritt zu der Vereinigung der Festivalveranstalter hat weltweite Beziehungen ermöglicht.

Die Süßener hatten schon viele Gäste aus fast allen europäischen Ländern, aber auch aus Ecuador, Südafrika, Peru und Indonesien, um nur einige zu nennen. Auch die Süßener Volkstanzgruppe ist schon weit herumgekommen, jedes Jahr geht es ins Ausland zum Festival. "Mittlerweile haben wir die Organisation im Griff", sagt Mayer. Was in Süßen immer stattfindet, das sind gemeinsame Tanzabende, bei denen die Tanzliebhaber auch vieles voneinander lernen können. Der Höhepunkt ist auch jetzt das Folklorefestival der Internationalen Begegnungen morgen in der Donzdorfer Stadthalle. Mit auf der Bühne stehen "Andra Mari" aus dem Baskenland und "Soy Mexiko". "Alles mit Livemusik", verspricht Doris Mayer. Ein weiteres Highlight ist der Hahnentanz am Sonntag auf dem Süßener Rathausplatz.

Info Das Folklorefestival findet morgen, 20 Uhr, in der Donzdorfer Stadthalle statt. Das Hahnentanzfest beginnt am Sonntag um 14 Uhr auf dem Süßener Rathausplatz. Um 16 Uhr ist Hahnentanz.

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