Weitere Masernfälle im Landkreis

Zu den bisher schon bekannten fünf Masern-Erkrankungen im Landkreis liegen dem Gesundheitsamt Göppingen nun zwei weitere Meldungen vor. Ärzte raten zur Impfung gegen die Infektion durch Masern-Viren.

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Um eine Infektion zu vermeiden, rät das Göppinger Gesundheitsamt zu einer rechtzeitigen Impfung bei Kindern und Erwachsenen.  Foto: 

Die Zahl der in den vergangenen Wochen an Masern erkrankten Personen im Kreis Göppingen sei nochmals gestiegen, berichtet Dr. Nadja Mürter, stellvertretende Amtsleiterin für Gesundheitsschutz. Damit würden dem Gesundeitsamt insgesamt sieben Meldungen vorliegen. Die infizierten Personen kommen aus Donzdorf, Süßen, Eislingen und Salach. Unter den Erkrankten seien auch Kinder und Jugendliche. "Die Eltern, deren Kinder die betroffenen Einrichtungen besuchen, wurden bereits informiert. Eine zusätzliche Impfpasskontrolle durch das Gesundheitsamt, ist diesen Donnerstag geplant", teilt Mürter mit.

Masern sind hochansteckend. Zu den Symptomen gehören hohes Fieber, Hautausschlag, Halsentzündungen und Kopfschmerzen. Auch eine Hirnentzündung kann laut Gesundheitsamt eine Folge von Masern sein und zu bleibenden Nervenschäden oder sogar zum Tod führen. Um eine Infektion zu vermeiden, rät Dr. Antje Oberacker, Abteilungsleiterin des Amts- und Jugendärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt, zu einer rechtzeitigen Impfung bei Kindern und Erwachsenen. Sie empfiehlt vor allem Personen, die nach 1970 geboren sind, eine Impfung nachzuholen, wenn sie nicht oder nur einmal geimpft wurden oder nicht sicher eine Masernerkrankung durchgemacht haben. Bei Personen, die vor 1970 geboren sind, sei davon auszugehen, dass diese immun sind. Da nach einer Erkrankung davon auszugehen ist, dass lebenslanger Schutz besteht.

Dr. Hans-Joachim Dietrich, Vorsitzender der Kreisärzteschaft, berichtet, er teste Patienten, die nicht mehr wissen, ob sie bereits geimpft wurden oder bereits Masern hatten, durch eine Blutuntersuchung. Bei Kindern hält Dietrich eine Impfpflicht für notwendig.

Antje Oberacker erläutert, dass im Schuljahr 2013/2014 94,1 Prozent der Kinder im Landkreis einmal und 89,1 Prozent ein zweites Mal geimpft wurden. Um eine Ausbreitung der Masern in der Bevölkerung zu verhindern, ist eine Impfrate von 95 Prozent bei der zweiten Impfung erforderlich. Besonders niedrig ist die Impfrate bei den Kindern in Bad Boll, Rechberhausen und Wangen.

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