Weit weg - und das ohne Rückfahrschein Kinderchor begeistert mit Musical Jona

Spannende Inszenierung, tolle Kulissen und hervorragende Akteure mit Spielfreude: Angela Sieg hat mit 32 Kindern das Musical Jona glänzend umgesetzt.

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Eine der vielen bewegenden Szenen im Musical Jona: Der König von Ninive ruft sein Volk zur Buße und Umkehr auf. Foto: Claudia Burst

"Weit weg - ohne Rückfahrschein" wollte Jona, als Gott ihn dazu aufforderte, der Stadt Ninive den Untergang zu prophezeien.

Was dann passiert, weiß jeder Bibelleser. Wie mitreißend eine solche Geschichte als Musical umgesetzt werden kann, zeigte am Samstagabend der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde Geislingen-Altenstadt unter der musikalischen Leitung von Angela Sieg. 32 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren spiegelten die ansteckende Energie ihrer Dirigentin wider. Laut und deutlich - manchmal sogar zweistimmig dank der jugendlichen Chormitglieder - sang der Chor Lieder, die die Erlebnisse der Protagonisten beschrieben. Lieder zum Mitklatschen und Mitschnippen - was die gut 200 Besucher in der Martinskirche auch sofort spontan taten.

Die Jungen und Mädchen überzeugten indessen nicht nur durch ihre hörbare Singfreude und den sichtbaren Enthusiasmus, sie beeindruckten ihre Zuschauer darüber hinaus mit Talent. Sowohl unter den Solisten als auch unter den Theaterspielern befanden sich wahre Könner mit schöner Stimme und spielerischer Überzeugungskraft. So machte es richtig Spaß, das 75-minütige Musical mitzuerleben.

Dazu trug neben der musikalischen Qualität aber vor allem die Gesamtinszenierung bei. Unter der organisatorischen Leitung von Jugendreferentin Romy Zerrenner waren ein großer Walfisch, das Boot, von dem Jona ins Meer geworfen wurde oder der Strauch, der ihn beschattete und dann verwelkte, mit viel Ideenreichtum umgesetzt worden. Damit wurde der Inhalt der Geschichte auch für die vielen Kinder im Publikum fassbar. Choreografie und Kostüme auf der Bühne taten ihr Übriges: So verwandelte sich der Chor mit wenigen Handgriffen in die hochmütigen Menschen von Ninive, die nach Jonas Prophetie in "Sack und Asche" - in Schwarz - daherkamen.

Dazwischen immer wieder amüsante Einlagen: Als etwa die Bootsbesatzung Ballast abwarf wegen des Sturms, landeten viele Handvoll Bonbons im Publikum.

Zum Erfolg trug - nicht zuletzt - auch die junge Begleitband bei, die mit Schlagzeug, Gitarre und souverän gespieltem E-Piano instrumentale Glanzlichter setzte.

Und so war es wiederum kein Wunder, dass am Ende ein wahrer Begeisterungssturm im Publikum ausbrach und die jungen Akteure erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen durften.

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