Kornberg-Zeltlager: Weihnachten mitten im Sommer

Unter einem ungewöhnlichen Motto steht die zweiwöchige Freizeit des Bundes der katholischen Jugend auf dem Kornberg: „Weihnachten – Feiertag statt Hitzeschlag“ heißt es.

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Aus so wenig so viel zu machen.“ Das ist das, was Linda Dörrer, der Leiterin des Kornberg-Zeltlagers, besonders gefällt. Unter dem Motto: ‚Kornberg-Weihnachten – Feiertag statt Hitzeschlag‘ findet zum 40. Mal das Kornbergzeltlager des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) des Dekanats Göppingen-Geislingen statt. Auf dem Kornberg bei Gruibingen erwartet die Kinder und Jugendlichen ein Abenteuer in der Natur. „Mit diesem Zeltlager wollen wir die Kleinen für zwei Wochen aus ihrem Alltag herausholen“ berichtet Linda Dörrer. „Mit viel Programm wollen wir das Miteinander fördern und den Kindern das zeigen, was sie das restliche Jahr über vielleicht nicht so oft erleben.“

Das gelingt: Die Stimmung im Lager ist sehr gut und die Kinder haben viel Spaß bei verschiedenen Aufgaben und Programmpunkten, die genau an das Motto angepasst wurden. So haben sie zum Beispiel die Aufgabe bekommen, gemeinsam mit ihren Mitbewohnern die Zelte weihnachtlich zu schmücken. Die Gruppe, die ihr Zelt am schönsten geschmückt hat, gewinnt. Das Motto haben sich die Betreuer gemeinsam überlegt. Da Weihnachten ein schönes, vor allem ein familiäres und gemeinschaftliches Fest ist und für die Kinder der Aufenthalt im Zeltlager eine Art von Feiertagen ist, entschied man sich für dieses Motto.

Besonders steht hier auch die Integration von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. „Die Integration gelingt unglaublich gut“, erzählt Michelle Schmid, eine Betreuerin des Zeltlagers. „Kinder mit Behinderungen werden von anderen Kindern sehr oft zum Spielen aufgefordert. Wir legen außerdem viel Wert auf ihre Betreuung. Hier im Lager sind zusätzlich Betreuer, die gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr machen und speziell auf die Kinder mit einer Behinderung achten.“

Dennoch stellt sich die Frage, ob das Zeltlager über all die Jahre nicht langweilig geworden ist. „Überhaupt nicht“, antwortet Linda Dörrer. „Es sind immer wieder neue und interessante Menschen dabei, die das Camp lebhaft machen. Außerdem gibt es ständig neue Vorschläge, wie wir das Programm spannender machen können.“ Auch Ausflüge sind ein Teil davon und sollen das Angebot bunter gestalten: Einen Tag verbrachten die Kinder zusammen mit den Betreuern im Freibad in Bad Boll, zu dem sie gemeinsam zu Fuß gegangen sind. Auch das Gemeinschaftsgefühl wird durch das Zeltlager  gestärkt: Aufgaben wie  Spüldienste sollen den Kindern zeigen, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaft sind. Außerdem gehört die traditionelle Umstellung der Zeit auf dem Kornberg dazu. Damit es abends   „früher“ dunkel wird und man die Zeit am Lagerfeuer und das Programm in der Nacht „länger“ genießen kann, stellt man die Uhr um eine Stunde zurück.

Obwohl die Kinder für eine Woche ohne Strom sind, stört sie das nicht. Zwar hat man nicht den selben Standard, den man von Zuhause kennt, doch genau das ist es, was aus ihrer Sicht dieses Erlebnis so interessant macht.

Jubiläum: Das Kornberg-Zeltlager des Katholischen Jugendreferats BDKJ Dekanatsstelle Göppingen-Geislingen findet dieses Jahr zum 40. Mal statt. Wiederholt steht das Thema Integration von Behinderten im Zentrum. Diesem Schwerpunktthema wird in Zusammenarbeit mit der Diakonie Stetten – Sozialer Friedensdienst GmbH nachgegangen.

Dauer: In der Kinderwoche, die vom 30. Juli bis zum 5. August geht, können Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren teilnehmen. Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren sind danach in der zweiten Woche dran.  Am 6. August beginnt und am 12. August endet diesmal die Jugendwoche.

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