Weg des Wassers vom Tal auf die Alb

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In Nellingen erfuhren die Wanderer des Albvereins von Werner Staudenmaier, wie das Wasser auf die Alb kam.  Foto: 

Beim Besuch des Albvereins in Nellingen berichtete Werner Staudenmaier vom Weg des Wassers im Täle bis auf die Höhen der Schwäbischen Alb. Vor dem Jahr 1876 mussten sich die Älbler aus Wasserhülen und Zisternen ihr Wasser holen. Auch wurde es von Pferdebauern aus Urspring herangekarrt.

Die Qualität des Wassers war dementsprechend schlecht. Viele Krankheiten machten Mensch und Tier das Leben schwer. Am Museum in Nellingen steht die alte Pumpe, die von 1926 bis 1990 im Einsatz war. Sie förderte das Wasser von Mühlhausen hinauf nach Westerheim. Von dort floss es bis nach Nellingen. An dieses Wassernetz waren zehn Ortschaften angeschlossen.

Weiter zog es die Wanderer  zum stillgelegten Hochbehälter Schwachstett. Diesen durften sie von innen ansehen. Das zweiteilige Wasserreservoir fasste 256  Kubikmeter und reichte für fünf bis 21 Tage. Ein Streckenwärter kontrollierte einmal im Monat die sechs Hochbehälter der Versorgungsgruppe. Zweimal jährlich wurden die Behälter gereinigt. Durch den Mühlbann war jeder Bauer an eine bestimmte Mühle gebunden. Die Nellinger Bauern waren beispielsweise an die Ditzenbacher Mühle gebannt.

Zum Schluss sahen sich die Wanderer aus dem Täle im Wald noch zwei Weidebrunnen an. Diese fingen bei der Schneeschmelze das Wasser auf, und so hatten die Weidetiere im Sommer zu trinken. Einer davon hat die Besonderheit, dass sein Wasser direkt in den Karst führt. Dort versickert das Wasser und fließt zum Einen über Aufhausen in die Fils, dann weiter in den Neckar, Rhein  und die Nordsee. Der andere Teil fließt nach Amstetten und in die Rohrach, die ebenfalls in der Fils mündet und so in die Nordsee gelangt. Ein weiterer Teil fließt nach Urspring in die Lone, Hürbe, Brenz, Donau und schließlich ins Schwarze Meer. Der Rest fließt nach Merklingen in die Blau, Donau und das Schwarze Meer. Ein Färbversuch brachte dies ans Tageslicht. In diesem Bereich verläuft die Mitteleuropäische Wasserscheide.

Die Nellinger Wanderfreunde hatten Kaffee und Kuchen vorbereitet und ihre Vereinshütte woh­lig aufgeheizt. Joachim Schrag, der  Erste Vorsitzende, hieß die Ditzenbacher in der Hütte Willkommen und dankte seinem Team für die tolle Arbeit. Wally Schröder und Hans-Rainer Spieß sorgten mit ihren Instrumenten und Liedern für tolle Stimmung, berichtet der Albverein aus Bad Ditzenbach. Anita Fuchs brachte ein paar Witze zum Besten.

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