Warnstreik fordert Eltern heraus

Ein Warnstreik im Rahmen des Tarifkonflikts zwischen Erziehern und Kommunen sorgte dafür, dass viele Kindertagesstätten im Landkreis Göppingen am Montag geschlossen blieben. Die Erzieher demonstrierten.

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Die meisten kommunalen Kindertagesstätten, Kindergärten und Schülerhorte blieben am Montag im Landkreis Göppingen geschlossen. Die Angestellten legten ihre Arbeit nieder und schlossen sich dem Aufruf zu einer Demonstration auf dem Stuttgarter Schlossplatz an. Die Gewerkschaft Verdi fordert höhere Löhne. Die Gewerkschaftssekretärin Özge Aygün, bei Verdi unter anderem für den Landkreis Göppingen zuständig, beklagt, dass die Arbeitgeberverbände bisher kein vernünftiges Angebot vorgelegt hätten. "Insgesamt sind 12 000 Demonstranten auf dem Stuttgarter Schlossplatz, weit über 100 auch aus Göppingen und Eislingen", berichtet Aygün, die selbst an der Kundgebung teilnahm.

Leidtragende des Warnstreiks sind die Eltern, die auf Kindertagesstätten angewiesen sind. Anja Hofrichter aus Göppingen: "Ich habe kein Problem mit dem Streik, eine angemessene Bezahlung für Erzieher ist notwendig." Sie und ihr Mann wurden bereits vergangene Woche vom Kinderhaus West, das die gemeinsame Tochter besucht, unterrichtet, dass am Montag keine Betreuung der Kinder möglich sein wird. Da es ihrem Mann möglich sei, seine Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, konnten sie improvisieren. Einige Bekannte seien aber nicht informiert worden, sie seien morgens vor verschlossenen Türen gestanden, erzählt Anja Hofrichter.

In Göppingen blieben der Kindergarten in Bezgenriet und die Spielgruppe Meerbach-Mäuse in Bartenbach offen. Von den Tarifverhandlungen nicht betroffen waren Einrichtungen mit kirchlichen oder sonstigen nichtkommunalen Trägern. Ulrike Haas, Referatsleiterin Kinder und Jugend der Stadt Göppingen, berichtet von einigen organisatorischen Problemen, mit denen Eltern konfrontiert gewesen seien. "Wir hoffen, dass die Verhandlungen heute und morgen zu Ergebnissen führen", erklärte Haas. Heute sind die Einrichtungen wieder geöffnet. Die Verhandlungen zwischen Verdi und GEW, sowie der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände wurden am Montag in Offenbach wieder aufgenommen.

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