Wandel und Wechsel auf Burg Wäscherschloss

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Zum Jahreswechsel wird auf Burg Wäscherschloss erst einmal zusammengeräumt. Die Burg wird dann wieder direkt vom Land betrieben. Im Veranstaltungskalender des Denkmals ändert sich in der Übergangszeit vieles.  Foto: 

Seit gestern belagert mittelalterlich gewandetes Volk der Ritterschaft zu Gmünd die Burg Wäscherschloss. Das Oktoberlager ist ein beliebtes Event für Hobby-Ritter sowie Besucher.

Ob es das Lager auch im kommenden Jahr geben wird, steht in den Sternen. Denn auf Burg Wäscherschloss wird sich zum Jahreswechsel einiges ändern. Silke Allmendinger, seit 2013 nach Barbara Gottwik, Pächterin der Burg, wird zum Jahresende die Pacht abgeben. Die denkmalgeschützte Burg wird dann komplett von „Staatliche Schlösser und Gärten“ (SSG) mit Sitz in Ludwigsburg, gemanagt. Die SSG war auch bisher Inhaber der Burg, hatte die Pacht aber stets vergeben. Die Eingliederung werde der Burg sicher gut tun, meint Dr. Frank Thomas Lang, Pressesprecher der SSG. „Sie kommt damit sehr viel stärker als bisher in den Genuss der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit und wird sicher noch mehr überregional wirken.“

Keine Veranstaltungen 2018

Als Schlossverwalterin wird Silke Allmendinger der Burg Wäscherschloss erhalten bleiben. Der Entschluss zur Änderung des bisherigen Pächterverhältnisses sei in gemeinsamen Gesprächen entstanden. Die wirtschaftliche Situation sei vor allem nach der Änderung des Arbeitszeitgesetzes in der Gastronomie nicht mehr tragbar und die Pacht für Allmendinger eine Last gewesen. „Jetzt kann ich mich wieder aufs Wesentliche konzentrieren“, sagt Allmendinger optimistisch.

Doch es schwingt auch Wehmut mit: Veranstaltungen wie bisher wird es 2018 vermutlich nicht geben, mutmaßt Silke Allmendinger. Die bisher gebuchten Hochzeiten und Feiern musste sie stornieren. „Zu viele Dinge müssen jetzt geklärt werden“, so Allmendinger. „Wir hängen jetzt ganz blöde dazwischen“, beschreibt sie die Übergangsphase, in der viel Bürokratisches geregelt werden muss. Auch der beliebte Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr vorerst zum letzten Mal auf Burg Wäscherschloss stattfinden. Führungen wird es aber weiter geben, beruhigt Allmendinger. Zum Programm nach Saisonstart 2018 könne die SSG derzeit keine Auskunft geben, teilt Frank Thomas Lang mit. Es werde an der Neupräsentation gearbeitet.

Dass die Veranstaltungen aber 2019 wie gewohnt oder zumindest in ähnlichem Umfang weitergehen können, darauf macht Silke Allmendinger Hoffnung: „Erst muss alles neu durchdacht, neu konzipiert und sortiert werden.“ Danach müsse man weitersehen.

Burg über den Winter zu

Fest steht, dass die Burg über den Winter geschlossen bleibt. Nach einer viermonatigen Umbauphase soll dann im Mai des kommenden Jahres wieder neu gestartet werden. In den kommenden Wochen werde es konkretere Infos zum neuen Programm geben, so Lang.

Sie habe sehr viel Zeit, Energie und Herzblut in die Burg und dessen Veranstaltungen gesteckt, betont Allmendinger. Als Verwalterin habe sie zwar nicht mehr so viel Narrenfreiheit wie in den vergangenen vier Jahren, dafür aber durch ein festes Honorar der SSG mehr Sicherheit, weniger Verantwortung und mehr Energie sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Jahre leitete Silke Allmendinger als Pächterin die Burg, organisierte das Café und plante Veranstaltungen, Führungen und Lager. Ab Januar wird sie zur Verwalterin des Denkmals.

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