Wala schlägt neues Kapitel der Firmengeschichte auf

Was lange währt, wird endlich gut. Mit einem symbolischen Spatenstich zum Laborgebäude wurde am Thermalbad-Areal Bad Boll vor zahlreichen Gästen ein neues Kapitel "Wala-Geschichte" eröffnet. Mit einem Kommentar von Jürgen Schäfer.

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Aus Anlass des Spatenstichs für das neue Laborgebäude der Firma Wala sang der aus Mitarbeitern des Bad Boller Unternehmens bestehende Chor.  Foto: 

Freude und auch Erleichterung herrschten auf dem Thermalbad-Areal in Bad Boll. Noch lässt sich mit Blick auf die frische Baugrube die Struktur des neuen Laborgebäudes der Firma Wala nur erahnen. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Millionen Euro sei der Bau dieses hochmodernen Labor- und Bürogebäudes für bis zu 180 Mitarbeitende nicht nur die größte Infrastruktur-Investition in der Geschichte des Arzneimittel- und Kosmetikherstellers, sondern auch ein deutliches Bekenntnis zum Standort im Landkreis Göppingen, sagte Dr. Philip Lettmann, in der Geschäftsleitung für den Bereich Infrastruktur und Versorgung verantwortlich.

Landrat Edgar Wolff unterstrich, dass der Neubau des Technikums in Bad Boll auch für den Landkreis ein besonderes Ereignis sowie Anlass zur Freude sei und man im Rahmen der Möglichkeiten gerne unterstütze. "Damit geht ein lang anhaltender und intensiver Diskussions- und Entscheidungsprozess zu Ende. Damit realisiert die Wala einen in ihrer Infrastrukturplanung definierten Erweiterungsbedarf und schafft eine wichtige Voraussetzung, um den Erfolg, um das Wachstum der Firma in den folgenden Jahren zu sichern." Die Baugenehmigung - im Mai 2013 erstmals erteilt - sei von einigen Widrigkeiten begleitet gewesen, zum Beispiel den Widerspruch von Nachbarn. Erst vor drei Wochen war die geänderte Planung genehmigt worden.

Auch für die Gemeinde Bad Boll sei der heutige Tag sehr erfreulich, sei diesem bedeutsamen Spatenstich doch ein langjähriger und teils sehr schwieriger Planungsprozess vorausgegangen, erklärte Bürgermeister Hans-Rudi Bührle. Der Rathauschef bedankt sich bei allen Projektpartnern sowie den Wala-Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit und den langen Atem der Geschäftsleitung: "Sie haben sich trotz aller Rückschläge nicht entmutigen lassen. Damit stellen Sie unter Beweis, dass die Wala Heilmittel GmbH ein unternehmerischer Leuchtturm nicht nur im Raum Bad Boll, sondern im ganzen Landkreis ist." Was lange währt, wird endlich gut", findet Dr. Wolfgang Schuster von der Wala-Stiftung. Dieser Kompromiss sei für alle tragbar, so diene das Bauen dem Unternehmen nicht als Selbstzweck. Vielmehr nehme die Wala die Bedürfnisse der Kunden auf der ganzen Welt wahr, so solle nicht nur ein typisches Laborgebäude entstehen, bei dem unter anderem Nachhaltigkeit Pflicht sei. Als besonderen Schritt sieht Schuster die erste Stufe eines Gesamtprojekts, das als "Genius loci" wunderbar in die Landschaft und Kultur passe.

Unternehmen investiert 30 Millionen Euro

Neubau Auf dem sogenannten Thermalbad-Areal entsteht ein viergeschossiges Labor- und Bürogebäude von 75 Metern Länge, 40 Metern Breite und einer Höhe von 13,5 Metern. Die Gesamtfläche beträgt rund 9000 Quadratmeter auf einer Grundfläche von 2000 Quadratmetern. Millionenprojekt Der Rohbau soll bis Ende November 2015 errichtet und das Gebäude im März 2017 bezugsfertig sein. Vorgesehen sind Labore und Bürobereiche für Qualitätskontrolle sowie Analytische Entwicklung. Das Investitionsvolumen beträgt über 30 Millionen Euro.

Ein Kommentar von Jürgen Schäfer: Glückliche Fügung

Es ist schön zu sehen, dass etwas Neues entsteht: Der Startschuss für ein neues Wala-Werk in Bad Boll ist gefallen. Es wird ein Quantensprung für die Firma wie für den Ort. Große Bauten werden auf einer grünen Wiese hochschießen, die einst für die Entwicklung des Kurbetriebs reserviert waren. Gut, dass es sie noch gibt. Das Kurhaus braucht sie nicht, es wird sich dank des neuen Eigentümers Christophsbad am angestammten Platz weiterentwickeln, und die Wala kann zu einer Größe heranwachsen, die nur wenige Firmen im Kreis haben. Der Kurort Bad Boll ist jetzt schon ein beachtlicher Wirtschaftsstandort, er wird nochmal eine Nummer größer. Und das Schöne dabei: Die Wala passt zu Bad Boll, sie gehört an diesen Ort. Sie stammt aus der Wurzel von Spiritualität und Gesundheit, die einst die Blumhardts in den Ort gebracht haben. Der Anfang ist gemacht - endlich. Ihm ging ein langer und fast schon zermürbender Kampf mit Anwohnern des TSV Bad Boll voraus, die sich gegen die Verlegung des Trainingsplatzes gewehrt haben, den die Wala als Baufläche haben wollte. Rückblickend ist festzustellen: Es hat sich glücklich gefügt. Die Wala musste zurückstecken und kommt nun mit weniger Fläche aus, der Trainingsplatz kann bleiben. Der Gemeindefriede ist gewahrt. Jetzt müssen sich nur noch die Bad Boller an die riesigen Wala-Bauten gewöhnen, die im Laufe der nächsten zehn Jahre entstehen werden.

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