Wäschenbeuren möchte beim Imagefilm mitmischen

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Ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten. Der regionale Fernsehsender Regio TV filmt hier eine Vorführung der Falknerei im Kloster Lorch.  Foto: 

Zweieinhalb Minuten dauert der Film, in dem sich das Stauferland vorstellt. Ein Greifvogel fliegt von der Falknerei beim Kloster Lorch über Burg Wäscherschloss, den Hornberg in Waldstetten, den Hohenstaufen, Göppingen und Schwäbisch Gmünd. „Wir wollten im Film das Hauptthema der Raumschaft, die Staufer, aufgreifen“, erklärte Holger Siegle nach der Vorführung. Der Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft Stauferland war in der jüngsten Wäschenbeurer Ratssitzung zu Gast und stellte das aktuelle Programm des Verbands vor. Die imposanteste Errungenschaft sei der Film, den die Gemeinschaft erstmals im Januar auf der Reise-Messe CMT in Stuttgart vorgestellt hatte.

Dass jede der 29 Stauferland-Gemeinden zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd in den zweieinhalb Minuten vorkomme, sei utopisch gewesen, sagte Siegle. Allerdings existiere ein Angebot des Fernsehsendes Regio TV, für 2000 Euro eine weitere Sendeminute über die eigene Gemeinde drehen zu lassen und diese Szenen in den Film zu integrieren. Jede Kommune können sich so für günstige Konditionen ihren eigenen Imagefilm zulegen. Diese Idee fand bei Verwaltung und Räten großen Anklang. Bürgermeister Karl Vesenmaier stellte gleich in den Raum, dass solch ein Film etwa beim Pfingsmarkt im Rathaus gezeigt werden könnte.

Grundsätzlich sprach Vesenmaier Holger Siegle ein großes Lob für dessen Arbeit aus. Siegle hatte erklärt, dass die Tourismusgemeinschaft zur Aufgabe hat, Werbung für die Raumschaft zu machen. Der Film ergänze zahlreiche Broschüren, zum Beispiel über Reiseziele und Übernachtungsmöglichkeiten. Ebenfalls aus 2016 stammt das „Stauferland-Genießer-Päckle“, das mit Kaffee, Senf, Brand, Saft und ­Duschgel regionale Produkte als Geschenkpaket zusammenfasst. „Ein riesiger Erfolg bisher“, berichtete Siegle zufrieden.

Nicht zuletzt präsentiere sich die Gemeinschaft auf Messen, organisiere Journalistenreisen und habe spezielle Angebote für große Reisegruppen im Programm. Zudem sei es Siegle ein großes Anliegen, den Online-Auftritt auszubauen.

„Für unsere Gemeinde ist es ein Muss, bei der Tourismusgemeinschaft dabei zu sein“, betonte Vesenmaier. 1000 bis 1500 Euro bezahlt Wäschenbeuren dem Verbund bislang im Jahr, der Etat der Gemeinschaft belaufe sich auf jährlich lediglich 125 000 Euro. „Ich kann mir vorstellen, dass wir bereit sind, mehr zu leisten“, sagte Vesenmaier mit Blick in die Runde des Gemeinderats. Gerade im Tourismus müsse man bei der Werbung am Ball bleiben, „und das nicht auf einfachem Niveau“.

Claudia Merkt-Heer (CDU) fragte nach, ob das Stauferland sich bei der Remstalgartenschau 2019 zeigen werde. „Noch ist es zu früh, etwas Konkretes zu sagen“, antwortete Siegle, „aber es ist zum Beispiel angedacht, Wanderwege rund ums Kloster Lorch und die Burg Wäscherschloss zu bewerben“. Der Geschäftsführer kündigte außerdem an, dass am 19. August 2018 ein Stauferland-Genießer-Tag stattfinden solle, eine Art großes Sommerfest im Stauferland.

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