Wackler plant Neubau

Das Göppinger Logistikunternehmen Wackler ist in Schlierbach sehr willkommen. Der Gemeinderat hat einer Bauvoranfrage zugestimmt.

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Auf einer seit Jahren brach liegenden Fläche im Schlierbacher Gewerbegebiet soll ein Logistikzentrum entstehen. Foto: Giacinto Carlucci

Um die Pläne, ein Logistikzentrum zwischen Uhingen und Ebersbach zu bauen, war es zuletzt sehr ruhig geworden. Nun hat Die Göppinger Schwarz-Gruppe ihre Fühler ausgestreckt und ist andernorts fündig geworden: Der Schlierbacher Gemeinderat hat jetzt einer Bauvoranfrage zum Bau eines Logistikzentrums der Firma Wackler im Gewerbegebiet zugestimmt.

"Der Standort an der Querspange Nassachtal ist aufgegeben", erklärt der Uhinger Bürgermeister Matthias Wittlinger auf Anfrage. Wittlinger hatte sich für den Bau des Logistikzentrums in Uhingen stark gemacht, "weil wir uns Arbeitsplätze für die Zukunft versprechen". Allerdings hatte der Verband Region Stuttgart bei dem Vorhaben nicht mitgespielt, weil der Regionalplan auf dem für das Gewerbegebäude vorgesehene Gelände eine Grünzäsur ausweist, die der Verband nicht aufgeben wollte.

Von der Göppinger Schwarz-Gruppe selbst war weder zu den Plänen in Uhingen noch in Schlierbach eine Stellungnahme zu bekommen. "Dazu geben wir derzeit keinen Kommentar", hieß auf Anfrage unserer Zeitung. Der Schlierbacher Bürgermeister Paul Schmid ist da schon auskunftsfreudiger. Der Rathauschef freut sich, dass sich das Logistikunternehmen in seiner Gemeinde niederlassen will. "Die Firma Wackler ist sehr willkommen", sagt Schmid. Die Pläne seien auch von den Gemeinderäten, die die Bauvoranfrage in öffentlicher Sitzung beraten haben, sehr begrüßt worden.

Nach den aus der Sitzung vorliegenden Unterlagen will sich die Schwarz GmbH & Co. KG auf einer Fläche an der Dieselstraße niederlassen. Darauf soll eine fast 160 Meter lange Logistik- und Lagerhalle entstehen. Daneben sind 32 Pkw-Stellplätze, zehn Warteplätze für Lkw-Fahrer und 53 Plätze für Wechselbrücken geplant. In der Halle sollen unter anderem Industrie- und Handelswaren gelagert, Aufträge kommissioniert und Waren umgepackt werden. Außerdem sei vorgesehen, Werbeaufsteller zu bauen. Laut der Betriebsbeschreibung sollen 100 bis 150 Arbeitsplätze im Dreischichtbetrieb entstehen.

Die Gemeindeverwaltung sieht baurechtlich keine Hinderungsgründe für das Vorhaben. Etwa die Hälfte der Fläche liege im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Im Äußeren Feld". Die Bebauung auf dem restlichen Areal müsse sich in die der näheren Umgebung - also der eines Gewerbegebiets - einfügen. Das Logistikzentrum würde eine seit Jahren brach liegende Fläche im Schlierbacher Gewerbegebiet füllen. Auf dem Grundstück eines früheren Holzlagers wollte sich zunächst ein Reifenhersteller mit einem Lager niederlassen. "Das wurde aber wieder verworfen", berichtet Schmid. Die Gemeinde hat dem Göppinger Unternehmen für die weitere Planung noch mit auf den Weg gegeben, die Gebäudefassade durch Lichtbänder und farbliche Akzente zu gliedern und die Dachfläche extensiv zu begrünen.

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