Vorreiter mit dem Energy Award

Die Klimabündnisgemeinde Hattenhofen schließt sich dem Qualitäts- und Zertifizierungsverfahren"European Energy Award" an - als erste im Kreis.

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Nach einigem Zögern hat sich der Hattenhofer Gemeinderat entschlossen, seine Bemühungen zum Klimaschutz einer Bestandsaufnahme zu unterziehen, neue Anregungen zu diskutieren und je nachdem eine Auszeichnung zu bekommen. Die Skepsis, ob dies nötig sei, ist zwar nicht verschwunden. Aber die Räte sind sich darineinig, es mit dem neuen Instrument des"European Energy Award" mal auf drei Jahre zu probieren. Im Hinterkopf hatten sie dabei die glühende Begeisterung eines Praktikers: Der Bürgermeister von Wiernsheim bei Mühlacker, Karlheinz Oehler, hatte den Hattenhofern seine Erfahrungen mit dem Energy Award berichtet und die Teilnahme wärmstens empfohlen.

Für Peter Oertmann-Brandt war der Fall klar."Wenn wir nichts tun, sind wir in Gefahr, zurückzufallen." Man müsse vorwärtskommen, und es sei auch nicht verkehrt, wenn Hattenhofen vorne dran stehe. Denn keine andere Gemeinde im Kreis ist bisher im European Energy Award, wie Bürgermeister Jochen Reutter bekräftigte."Das wäre für uns ein Alleinstellungsmerkmal." Ulrich Gößl pflichtete bei."Das ist eine Aushängeschild, und gar nicht so teuer." Die Gemeinde müsste 5000 bis 8000 Euro investieren und bekäme zehn Prozent mehr Zuschuss beim Klimaschutzprogramm des Landes.

Auch Steffen Berroth sah es als Chance, den Vergleich mit anderen Gemeinden zu suchen, sorgte sich aber, dass die Zertifizierung in einem Wust von Bürokratie ersticken könne."Wir müssen aufpassen, dass es nicht zu sehr in Verwaltungsarbeit ausartet." Bernd Liebrich war hin- und hergerissen. Einerseits sei es vielleicht gar nicht schlecht,"wenn man weiß wo man steht." Andererseits sei in Hattenhofen schon sehr viel gemacht worden. Das Geld könne man auch direkt investieren, auf Preise müsse man nicht schauen."Ich denke, dass wir auch weiter optimieren ohne diesen Beitritt." Sein Standpunkt: Nicht auf Teufel komm raus mitmachen, sondern sich erst vor Ort in Wiernsheim ein Bild machen.

Letztlich war aber eine Entscheidung gefragt, und die fiel dann einstimmig aus. Die Gemeinde wird sich in Wiernsheim informieren und ins Verfahren einsteigen. Dazu sind dann auch engagierte Bürger gefragt.

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