Vor der Schule wird zu schnell gefahren

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Anwohner beklagen sich, dass in der Schulstraße viel zu schnell gefahren wird. Der Albershäuser Hans-Jürgen Goßner verlangt, dass etwas passiert. „Zu jeder Tages- und Nachtzeit wird gerast. Nicht etwa 50 statt 30, sondern teilweise deutlich darüber“, hat er in einem Brief an das Kreisverkehrsamt und an Bürgermeister Jochen Bidlingmaier geschrieben. Nachts diene die Schulstraße für manche Autofahrer auch als „Umgehungsstraße“ für die B 297: „Die Einhaltung des Tempolimits ab 22 Uhr wird ja nur dort kontrolliert“, kritisiert er. Weil es um den Bereich vor der Schule geht, fragt er: „Muss erst ein Kind zu Schaden kommen?“

Goßner schlägt verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Pflanztröge oder Schwellen vor. Auch eine Förderung wechselseitigen Parkens durch Markierungen sei denkbar, ebenso eine Sackgasse bis zur Einmündung der Schillerstraße. So wäre gewährleistet, dass in die Schulstraße wirklich nur Anwohner und Eltern, die ihre Kinder vom Kindergarten und der Schule abholen, einfahren.

Weiteres Problem: Es werde hemmungslos und regelmäßig auf Sperrflächen geparkt. Und das nicht nur aus Not von Anwohnern. Vor Gebäude 12 und der Sperrfläche zwischen 12 und 10/1 würden regelmäßig Fahrzeuge von Anwohnern der Uhinger Straße parken, beklagt der Albershäuser, der selbst sagt, er habe auf seinem eigenen Grundstück sechs Parkplätze. Darüber hinaus werde der Parkraum als „Kundenparkplatz“ eines Kfz-Betriebes missbraucht. Kundenfahrzeuge stünden da oft tagelang. Was den Bürger ärgert: Schon am 21. März habe er an die Kreisverkehrsbehörde geschrieben, aber keine Antwort bekommen. Deren Leiter Manfred Gottwald bedauert das: „Der Herr hätte einen Zwischenbescheid bekommen müssen, dass das nicht passiert ist, tut mir Leid.“ Denn tatsächlich habe die Behörde bereits reagiert: In Absprache mit Bürgermeister Bidlingmaier werde die Verkehrsschau bei einem ihrer nächsten Termine die Situation in Albershausen anschauen und entscheiden, was noch getan werden kann. „2015 haben wir die Geschwindigkeit dort sogar auf 20 Stundenkilometer begrenzt, was ungewöhnlich ist“, erklärt er. „Leider gibt es immer Ausreißer unter den Autofahrern, die das schlechte Bild prägen.“ Bei einer Messung im Januar sei der Schnellste dort 50 Kilometer pro Stunde gefahren. Dem Bürgermeister liegt auch an einer Verbesserung der Situation. Er gibt aber zu bedenken: „Der eine Anwohner wünscht Pflanztröge, der andere lehnt sie ab. Deshalb ist es wichtig, alle Anwohner in die Diskussion einzubeziehen.“ Der Termin für die Verkehrsschau steht noch nicht fest.

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