Von Ehrenamt zu Ehrenamt

"Schau doch mal in unserem Beirat vorbei", wurde Sacha Auwärter von einem Mitglied des Verbunds der Ebersbacher Vereine eingeladen. Und ehe er richtig Luft holen konnte, war er der erste Vorsitzende.

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  • Ein Stück oberhalb von Ebersbach steht die Albvereins-Linde nebst zwei Bänkchen, von wo man einen fantastischen Blick über das Filstal bis zum Albtrauf hat. Das ist der Lieblingsplatz von Sacha Auwärter. "Ich liebe diese Aussicht." Foto: Elke Berger 1/2
    Ein Stück oberhalb von Ebersbach steht die Albvereins-Linde nebst zwei Bänkchen, von wo man einen fantastischen Blick über das Filstal bis zum Albtrauf hat. Das ist der Lieblingsplatz von Sacha Auwärter. "Ich liebe diese Aussicht." Foto: Elke Berger
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Die Feuertaufe ist vorbei. Mit dem Ebersbacher Stadtfest vom vorletzten Wochenende haben Sacha Auwärter und sein Stellvertreter Wolfgang Dürr das Vereinsfest in eine neue Ära geführt. Und der Aufwand hat sich gelohnt, wie die allseits positive Resonanz bestätigt. "Es war doch recht anstrengend im Vorfeld", bestätigt Auwärter, "aber als wir das tolle Ergebnis gesehen haben, hieß es: ,Spitze, machen wir gleich das nächste Fest."

Trotzdem ist es nicht nur sein Verdienst, dass er sich im Ehrenamt engagieren kann. "Ich habe eine tolle Frau, die mir den Rücken frei hält und einen Job, der mir unheimlich Spaß macht samt einem Chef, der mein Ehrenamt gut findet." Besser kann"s nicht gehen. Als Werksleiter der Firma Zink Power Willi Kopf ist Auwärter beruflich stark gefordert. Doch gerade solche Leute opfern oft noch Teile ihrer Freizeit für gute Zwecke. Viele Jahre lang war er Funktionär in der Ebersbacher Schützengilde. Zuerst Jugendleiter, dann zweiter Vorsitzender. Mit der Übernahme des ersten Vorsitzes im VEV hat er sein Amt in der Schützengilde zur Verfügung gestellt. Die Tagesgeschäfte im Verein waren allerdings mehr als bis jetzt im VEV, meint er. Seine neue Position beschert ihm in Ebersbach breite Popularität. "Seit dem Vereinsfest grüßen mich Leute, die ich gar nicht kenne", freut er sich. Sacha Auwärter fühlt sich wohl in Ebersbach und engagiert sich gerne für seinen Heimatort. Den Ebersbacher Vereinen möchte er eine Unterstützung sein. Deren häufigste Probleme sind Helfer- und Nachwuchsmangel.

So lange immer noch Zeit für die Familie bleibt, ist Sacha Auwärter mit allem zufrieden. "Wenn nicht gerade so etwas Großes wie das Stadtfest ansteht, laufe ich mit meiner Familie am Wochenende gerne spazieren. Oft führt uns unser Weg nach Büchenbronn in die ,Rose zum Essen." Dabei kommt er auch an seinem Lieblingsplatz in der alten Büchenbronner Straße vorbei. Ein Stück oberhalb von Ebersbach steht die Albvereins-Linde nebst zwei Bänkchen, von wo man einen fantastischen Blick über das Filstal bis zum Albtrauf hat. "Hier sitze ich gerne und genieße das Panorama. Ich liebe diese Aussicht", schwärmt der Ebersbacher. Gleich daneben auf der Wiese erkennt man einen großen, schwarzen Brandfleck. Überreste des Sonnwendfeuers vom Ebersbacher Albverein. "Ein perfekter Ort für so ein Fest. Auch bei Nacht ist der Ausblick wunderschön mit den vielen Lichtern."

Schon bevor er VEV-Vorsitzender wurde, hat Auwärter gerne Vereinsfeste besucht. Doch Ebersbach hat in seinen Augen noch weitaus mehr zu bieten. Sein ganzes Leben hat er hier verbracht und die Entwicklung der Stadt mitverfolgt. "Ebersbach hat eine gute Infrastruktur, es gibt eigentlich alles hier: Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, einen Bahnhof." Es lohne sich, in Ebersbach zu leben, meint Auwärter, und er freut sich darauf, wenn die neue Innenstadt fertig ist und die Baustellen verschwunden sind.

Seine Chefs ziehen derweil auch Vorteile aus seinem Engagement: "Das freie Reden vor so vielen Menschen kommt mir durchaus auch im Beruf zu gute. Mein Arbeitgeber kann sich jeden Rhetorikkurs für mich sparen."

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