Vollsperrung trifft Schlierbach hart

Ab kommenden Montag wird die B 297 bei Schlierbach für vier Wochen voll gesperrt. Die Gemeinde rechnet mit einem starken Verkehrszuwachs im Ort.

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Durch Schlierbach wird ab kommenden Montag mehr Verkehr rollen, weil die B 297 gesperrt ist.

Der Schlierbacher Bürgermeister Paul Schmid sieht den kommenden vier Wochen mit großer Skepsis entgegen. Ab kommenden Montag beginnt die Sanierung der B 297 bei Schlierbach. Die Straße werde dann zwischen den Anschlussstellen Kirchheimer und Ebersbacher Straße für vier Wochen voll für den Verkehr gesperrt, teilt das Regierungspräsidium Stuttgart mit.

Vorgesehen ist eine Komplettsanierung. Die Fahrbahn weise  ausgeprägte Spurrillen auf, außerdem sei im Bereich des Dammes an der B 297 der Hang abgerutscht. Die Arbeiten erstrecken sich auf einen Kilometer Länge. Dabei werde der vorhandene Straßenbelag abgefräst und durch eine neue Deck- und Tragschicht ersetzt. Rund 850.000 Euro investiert der Bund in die Straßenerneuerung. Eine Vollsperrung der Straße sei unumgänglich, weil die Fahrbahnbreite zu gering sei für eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung, teilt die Behörde weiter mit. Der Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße werde während der Bauzeit um Schlierbach herumgelotst. Lkw werden über die L 1152 über Roßwälden, Hochdorf und Notzingen nach Kirchheim umgeleitet. Pkw von und in Richtung Kirchheim sollen dagegen durch den Ort fahren.

Der Schlierbacher Rathauschef ist alles andere als zufrieden mit der Regelung. „Das haben wir auch gegenüber dem Straßenbauamt zum Ausdruck gebracht“, sagt Schmid. Denn die Hauptstraße des Ortes sei relativ eng. Was auf die Gemeinde zukomme, vermag er derzeit nicht abzuschätzen. Normalerweise fahren pro Tag rund 11.000 Fahrzeuge auf der B 297. „Wir konnten wenigstens erreichen, dass die Arbeiten komplett in den Ferien abgewickelt werden.“ Er hoffe, dass sich dadurch die Belastung in Grenzen halte.

Ärgerlich findet Schmid, dass das Straßenbauamt dem Wunsch der Gemeinde nach einer Entzerrung des ortsein- und -auswärts fahrenden Verkehrs  nicht entsprochen habe. Dieser werde komplett über die Auchtertstraße abgewickelt. Die Gemeinde werde die Situation beobachten. Schmid befürchtet, dass trotz Umleitung auch Brummifahrer den kürzeren Weg durch den Ort suchen werden. „Dann haben wir ein echtes Problem.“

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