Vierlinge auf wackligen Beinen

Sie heißen Alf, Anton, Aljoscha und Anni und erblickten vor wenigen Wochen das Licht der Welt. Mit Mutter Frida und Vater Leo ist die frischgebackene Hundefamilie der Rasse Bolonka Zwetna komplett.

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    Einfach zum Knuddeln - die vier Bolonka-Welpen aus Bräunisheim gedeihen prächtig. Foto: Jochen Horndasch
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Es ist ein Kommen und Gehen. Seit die Hundewelpen im Haus ihrer Besitzer in Bräunisheim sind, geben sich Tierliebhaber um Tierliebhaber die Türschnalle in die Hand. Vor und in der Wurfkiste herrscht Hochbetrieb und Alt wie Jung freuen sich über die wenige Wochen alten Vierlinge. Dabei gestaltete sich die Familienplanung zwischen dem fünfjährigen Leo und der zweijährigen Frida alles andere als einfach. Lange Zeit verschmähte das Mädchen die Liebesbekundungen des schmachtenden Rüden und ließ ihn schnöde abblitzen.

Doch eines samstagmorgens schenkte ihm Frida unter lautem Jaulen und Wimmern ihre Gunst. Danach war Nachwuchs angesagt, den Tierarzt Dr. Hans-Ulrich Heller aus Gerstetten mittels Ultraschall am 28. Tag nach dem heißen Liebesakt sichtbar machte. Vier Welpen entdeckte er in Fridas Bauch, bei einem konnte man das schlagende Herz sehen. Während die Vorbereitungen für die Geburt auf Hochtouren liefen, wurde Frida rund und runder. Insbesondere die letzten der insgesamt 61 Tage ihrer Trächtigkeit waren für das kleine Hündchen kein Honigschlecken. Gassi gehen wurde beschwerlich und größere Spaziergänge fielen dem dicken Bauch zum Opfer. Deutlich waren die Bewegungen der kleinen Hunde unter der dünnen Bauchdecke zu spüren.

Wenige Stunden vor der Geburt zog sich Frida in einen stillen Winkel des Hauses zurück. Sie wollte ihre Ruhe. Morgens um 3.10 Uhr erblickte - mit tatkräftiger Unterstützung von Frauchen und herbei geeilter Freundin der weiße Alf als Erster das Licht der Welt. Eine Viertelstunde später kam die braune Anni und dann war erst mal Pause. Um 5.15 Uhr kam Anton. Schlusslicht war der schwarze Aljoscha, der es um 5.55 Uhr geschafft hatte. Frida hechelte und der vierköpfige Nachwuchs hatte satt Hunger. Kraft tanken und Gewicht zulegen war von nun an das Gebot der Stunde. Dafür gab Frida ihr Bestes. Sie legt sich auf die Seite und aus acht Zitzen sprudelte die warme Muttermilch, durch die die noch blinden Hundebabys kräftig zulegten. Zwischen 170 und 200 Gramm wogen sie bei der Geburt. Bereits nach dem achten Tag hatte sich das Gewicht verdoppelt, ohne dass Mutter Frida zum Skelett abmagerte. Sie fraß das Doppelte ihrer normalen Ration und sorgte sich rührend um ihre Kinder. Die beschwerliche Zeit der Schwangerschaft war vergessen. Sie war fast wieder ganz die Alte.

Der Nachwuchs gedieh prächtig und Alf hatte als Erster den Durchblick. Am 15. Tag machte er die Augen auf, schon tags drauf folgten seine Geschwister. Auch die Mobilität machte Fortschritte. Nach gut zwei Wochen wurde nicht mehr gekrabbelt. Es ging von nun an auf wackeligen vier Beinen vorwärts. Vier Wochen nach der Geburt brachte jeder der Vierlinge 1000 Gramm auf die Waage. Mutter Frida konnte nicht mehr allein der Fressgier ihrer Kinder gerecht werden. Mit speziellem Welpenfutter und Ziegenmilch wurde zugefüttert. Nach und nach drückte ein Milchzahn nach dem anderen durch den Kiefer und füllte das bisher zahnlose Maul.

Die Vierlinge gediehen prächtig und entwickelten sich zu süßen kleinen Rabauken. Die Zeit des Abschieds rückt näher und näher. Zwischen der achten und zehnten Woche werden sie ihr Zuhause in Bräunisheim verlassen und bei handverlesenen Herrchen und Frauchen eine neue Heimat finden. Anni und Alf gehen in den Schwarzwald, Anton und Aljoscha bleiben auf der Schwäbischen Alb.
 



Ein kleiner drahtiger Familienhund

Ursprünglich stammen die kleinen Schoß- und Begleithündchen der Rasse Bolonka Zwetna aus Russland. Nach dem Fall der Mauer und der Öffnung der DDR fanden sie auch hier viele Freunde.

Bolonkas werden um die 25 Zentimeter hoch, sind meist schwarz, weiß oder braun und erfreuen sich durch ihr unkompliziertes Wesen auch bei uns zunehmender Beliebtheit. Denn Bolonkas besitzen alles, was ein Familienhund braucht. Sie sind liebevoll, verschmust, anhänglich und verspielt. Auch Anfänger kommen mit ihnen bestens klar. Trotz seiner kurzen Beine steckt der Bolonka selbst lange Spaziergänge spielend weg. Neben ihrem Charme überzeugt die Rasse durch Intelligenz und Lernfähigkeit, die Erziehung ist problemlos. Auch kann man den Bolonka überall mitnehmen, da er sehr diszipliniert und unaufdringlich ist. Außerdem hat er nur einen geringen saisonalen Haarwechsel. Er verliert fast keine Haare und ist für Tierhaar-Allergiker bestens geeignet.

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