Verwässerte Bilanz der Freilichtspiele

2300 Besucher bei fünf Veranstaltungen: Das Wetter meinte es dieses Jahr nicht gut mit den Freilichtspielen Adelberg.

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Thomas Quasthoff (l.) und Max Mutzke sorgten bei den Freilichtspielen für eine ausverkaufte Halle.  Foto: 

Mit einem gelungenen Comedy-Abend endeten am Samstag die Freilichtspiele Adelberg. Rund 500 Besucher sahen und hörten zum Abschluss Bernd Kohlhepp und „Die Füenf“. Ende gut, alles gut? Zumindest für das Wetter galt das diesmal nicht.

Zwei Mal mussten die Freilichtspiele umziehen, einmal nach Schorndorf (beim Quasthoff-Konzert) und jetzt zum Abschluss ins Uditorium: „Wir hatten eine Unwetterwarnung zwischen 20 und 80 Prozent und mussten uns am Freitagabend entscheiden“, erklärt Bürgermeisterin Carmen Marquardt, die auch Vorsitzende des Kultur- und Kunstvereins ist.

Auch beim Auftakt mit dem Stück „Der Zinker“ war den Adelbergern das Glück nicht hold: Die Aufführung nach einem Krimi von Edgar Wallace konnte zwar ebenso wie das zweite Theaterstück „Männerhort“ auf der Klosterwiese gespielt werden, doch beide Male verhinderte die unsichere Wetterlage ein besseres Ergebnis als 250 bzw. 300 Besucher. „Das Wetter hat uns diesmal einen Strich durch die Rechnung gemacht“, resümiert Marquardt. „Da kann man die Abendkasse vergessen“, weiß die 46-Jährige.

Den  erhofften 500er-Schnitt konnte man so nicht halten, auch wenn es beim Kinderstück „Pettersson und Findus“ mit knapp 500 Besuchern besser lief. Insgesamt sahen nur 2300 Besucher die fünf Veranstaltungen, etwa 460 Besucher pro Termin. Doch trotz der verwässerten Bilanz könnte die Gemeinde – „dank unseres Sponsors, der Firma Erni“ – ein Defizit knapp vermieden haben, wie Marquardt hofft.

Am nächsten Programm für 2018 wird schon gearbeitet. Kinderstück könnte Janoschs Klassiker „Oh, wie schön ist Panama“ werden. Und es soll wieder eine Mischung aus Konzert und Theater geben, auch wenn „Schauspiel immer etwas schlechter läuft“. Mehr will Carmen Marquardt nicht verraten. 2018 werden die Freilichtspiele übrigens 40 Jahre alt. 1978 wurde in Adelberg Schillers „Räuber“ aufgeführt. Einen Klassiker wie „Die Räuber“ könnte sich die Bürgermeisterin zum Jubiläum durchaus vorstellen. Aber entschieden ist auch da noch nichts.  maz

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