Vertrackte Rhythmen, fulminante Tempi Brass Band Oberschwaben Allgäu in Salach

Mit Tina Zeller am Klavier und der Brass Band Oberschwaben Allgäu hatte der Musikverein Salach zwei Hochkaräter zu seinem Frühjahrskonzert geladen.

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Nach dem Auftakt "Viva Musica" von Alfred Reed folgte der Gershwin-Klassiker "Rhapsody in blue" für Klavier und Orchester. Mit Tina Zeller hatte das Orchester eine Solistin am Flügel an seiner Seite, die bereits zahlreiche Preise gewonnen hat. Michael Unger gelang es, Pianistin und Orchester (Soloklarinette: Daniela Reinelt) durch das beeindruckende Werk zu führen. Einfühlsam und mit großem Können spielte sich Tina Zeller in die Herzen der Zuhörer. Auch beim "Danzón Nr.2" von Arturo Márquez, einem auf Volksmusik aus Kuba und Mexiko basierenden Stück, griff die Pianistin in die Tasten, bevor Irving Berlins Welterfolg "There is no business like show business" erklang.

Dann lud Moderator Günter Staudinger zum Tanz. Dass keiner der Gäste der Aufforderung nachkam, lag wohl an den Tanzpartnern: Mit dem "Tanz der Vampire" von Jim Steinman verabschiedete sich der Musikverein Salach und machte Platz für die Brass Band Oberschwaben Allgäu (BBOA).

Mit "Where Eagles Sing" von Paul Lovatt-Cooper stellte sich die BBOA als kraftvoller Klangkörper dar. Das Allgäuer Ensemble ist eine der wenigen Brass Bands in Deutschland nach britischem Vorbild - ein Ensemble ambitionierter Blechbläser, das sich in 20 Jahren zu einer Einheit entwickelt hat. Die Folge: Das BBOA ist gerade zum dritten Male in Folge Deutscher Vizemeister geworden. Die Originalliteratur für Brassband ist geprägt von majestätischen Einleitungen, rhythmisch interessant gestalteten Abschnitten und ungewöhnlichen Taktarten. Die Zuschauer erlebten Musik in Perfektion. In atemberaubendem Tempo und durch alle Lagen zeigten die Musiker ihr Können. Geleitet wird die Band von dem Schweizer Peter Schmid, der charmant auf Schwyzerdütsch durchs Programm führte.

"Extreme make-over", eine Hommage von Johan de Meij auf Tschaikowsky, sowie "Innuendo" von "Queen" zeigten ebenso die große Bandbreite wie die Klassiker "Trumpet Blues and Cantabile" von Harry James und Duke Ellingtons "Caravan", wo zahlreiche Solisten ihr Können bewiesen. Vier hervorragende Schlagwerker rundeten den fulminanten Blechbläsersound ab und setzten den Stücken das ein oder andere Sahnehäubchen auf.

Mit einer Zugabe verabschiedete sich die BBOA von ihrem begeisterten Publikum.

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