Verkehrsminister stellt morgendlichen IRE-Halt in Süßen in Aussicht

Neue Hoffnung für Süßener Pendler: Die Anzeichen dafür, dass Süßen doch noch einen morgendlichen IRE-Halt bekommen wird, verdichten sich.

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Dieses Schreiben macht Zugfahrern im Landkreis Hoffnung: In einem Brief an den CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Färber stellt Verkehrsminister Winfried Hermann erneut Verbesserungen für Pendler aus dem mittleren Filstal nach Ulm in Aussicht. Unter bestimmten Voraussetzungen sei ein IRE-Halt auf dem Bahnhof in Süßen möglich, heißt es in dem Schreiben. Zudem ließe sich durch eine Verschiebung der Haltezeit in Geislingen abends eine schnellere Verbindung für Pendler aus Ulm nach Süßen ins mittlere Filstal erreichen.

Färber hatte den Minister schriftlich gebeten, die Pläne für die Gestaltung des Schienenverkehrs im Filstal „nochmals zu überdenken“. Hintergrund war der Ärger darüber, dass in  Süßen kein IRE-Halt vorgesehen ist. „Mit dem kommenden Fahrplanwechsel für die Bahnstrecke Stuttgart – Ulm werden die Zughalte für schnelle Verbindungen insbesondere im mittleren Filstal weniger“,  hatte Färber kritisiert.

Der CDU-Politiker war nicht der einzige, der Sturm lief gegen die Nachteile, die der neue Fahrplan nach Meinung der Pendler mit sich bringt. Die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi und ihr Göppinger Kollege von den Grünen, Alexander Maier, kritisierten den Fahrplan genauso wie Bürgermeister der betroffenen Kommunen oder Vertreter des Landkreises.

Zwar gibt es künftig dank stündlicher IRE-Stopps in Göppingen und Geislingen mehr schnellere Zugverbindungen nach Stuttgart und Ulm. Die Regionalbahnen, die die Regionalexpresszüge ersetzen, verkehren aber nur bis Geislingen. Dort müssen die Fahrgäste entweder in den IRE umsteigen oder 20 Minuten warten, bis die Regionalbahn von schnelleren Zügen überholt wird.

Anliegen der Kommunen ist vor allem eine Verbesserung der Situation der Pendler von  Süßen nach Ulm. Die wird offenbar immer wahrscheinlicher. In dem Schreiben an Färber brachte Minister Hermann erneut den Kompromissvorschlag der Nahverkehrsgesellschaft ins Spiel. Sie hatte den morgendlichen IRE-Halt in Süßen bereits am 27. Juli bei einem Krisengespräch mit Vertretern des Landkreises und der Stadt Süßen im Stuttgarter Verkehrsministerium vorgeschlagen.  „Am Abend könnte das Problem dadurch gelöst werden, dass die Regionalbahn Stuttgart-Ulm nicht in Geislingen, sondern in Süßen überholt würde“, schreibt Hermann.

Der Vorbehalt einer positiven Prüfung durch die Netz AG ist jedoch noch nicht vom Tisch. Zudem soll die Nahverkehrsgesellschaft bis Mitte September  prüfen, ob sich die Verbesserungen in den Fahrplan einfügen lassen. Am 19. September will Minister Hermann zur Verkehrskonferenz nach Süßen kommen.

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