Verein baut Sportzentrum

Eine richtungsweisende Bedeutung hatte die jetzige Hauptversammlung des TSV Süßen für die zukünftige Ausrichtung des Vereins, denn es wurde endgültig über den Bau des Sportvereinszentrums abgestimmt.

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Zufriedene Gesichter bei TSV-Präsident Peter Lutz (l.) und dem Süßener Bürgermeister Marc Kersting nach dem einstimmigen Baubeschluss der TSV-Mitglieder für ein Sportvereinszentrum in Süßen.  Foto: 

78 stimmberechtigte Mitglieder des TSV Süßen sowie zahlreiche Gäste waren gekommen, um sich nochmals über den Planungsstand, die Wirtschaftlichkeitsberechnung und den ausgearbeiteten Finanzierungsplan für ein neues Sportvereinszentrum (SVZ) zu informieren, bevor dann die Mitglieder über das Projekt abstimmen sollten.

Einleitend erläuterte TSV-Präsident Peter Lutz die Beweggründe, weshalb die vereinseigene TSV-Halle an die Stadt Süßen verkauft und der Erlös aus dem Hallenverkauf in ein Sportvereinszentrum investiert wird. Ergänzend zum bestehenden Vereinsangebot werden zukünftig neue Angebote insbesondere im Fitness- und Gesundheitssport geschaffen, um damit den Verein zukunftsfähig auszurichten, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Marcus Lachenwitzer vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) berichtete über den demographischen Wandel sowie das veränderte Sport- und Werteverständnis von Sporttreibenden und deren Auswirkungen auf den Vereinssport. Zudem stellt er das Konzept des Sportvereinszentrums als Zukunftsmodell für Sportvereine vor.

Anschließend präsentierte Daniel Overhoff vom Architekturbüro Zoll aus Stuttgart die aktuelle Entwurfsplanung und Kostenberechnung des geplanten Sportvereinszentrums, das direkt angrenzend an die städtische Sport- und Kulturhalle auf dem Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei Stahl realisiert werden soll. Er gab einen Überblick über das Raumprogramm des Sportvereinszentrums, das zweigeschossig gebaut werden und eine Fläche von insgesamt etwa 1800 Quadratmetern umfassen soll. In dem Gebäude befinden sich eine Turn- und Bewegungslandschaft, ein gerätegestützter Trainingsbereich, zwei Gymnastikräume, ein Wellness-Bereich, ein Seminarraum, ein Vereinsraum, Büros für die Geschäftsstelle des Vereins sowie ein Theken- und Kommunikationsbereich.

TSV-Vizepräsident Michael Kröhn erläuterte im Anschluss die Ergebnisse der neuesten Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Investitionskosten sowie den Finanzierungsplan. Die Gesamtinvestition wird auf 5,15 Millionen Euro geschätzt, von denen rund 1,85 Millionen über Eigenmittel und Zuschüsse abgedeckt sind und zirka 3,3 Millionen Euro über externe Darlehen finanziert werden sollen. Durch die vorliegenden Finanzierungszusagen der Volksbank Göppingen sowie der Kreissparkasse Göppingen, die jeweils 50 Prozent der erforderlichen Baukosten- und Ausstattungsdarlehen übernehmen, ist die Finanzierung des SVZ gesichert. Die Gewinnzone soll bei 700 Mitgliedern im dritten Geschäftsjahr erreicht werden, wobei das SVZ für eine Kapazität von bis zu 1200 Vereinsmitgliedern konzipiert ist.

In der anschließenden Aussprache nutzten zahlreiche Mitglieder die Gelegenheit, Fragen zum Projekt zu stellen. Dabei standen die geplanten Angebote, die Ausstattung und Einrichtung sowie die kalkulierten Nutzungsbeiträge im Vordergrund. Süßens Bürgermeister Marc Kersting nutzte die Gelegenheit, um nochmals die besondere Bedeutung des Projekts für den Verein, aber auch für die Kommune hervorzuheben.

In der folgenden Abstimmung über den von Präsidium und Hauptausschuss vorbereiteten Beschlussantrag sprachen sich alle anwesenden Mitglieder einstimmig für den Bau des Sportvereinszentrums aus. Damit wurde das TSV-Präsidium ermächtigt, das Projekt bis zur Fertigstellung umzusetzen, hierfür alle erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten und die erforderlichen Vereinbarungen und Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Läuft alles nach Zeitplan, soll das Sportvereinszentrum im Spätherbst 2017 eröffnet werden.

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