Gingener Umzug mit Vincent van Gogh und Co

Bei Sommerwetter präsentierten sich Kinder und Jugendliche in Gingen unter dem Motto „Die Welt ist voller Künstler“.

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Auch die Buben und Mädchen des evangelischen Kindergartens beteiligten sich als Künstler am Gingener Umzug – ihr Motto: „Wir malen uns die Welt wie sie uns gefällt.“  Foto: 

Es geht los  – auf dieses Kommando warteten am Samstag Mädchen und Buben der drei Gingener Kindergärten und der Hohensteinschule mit Spannung und Vorfreude auf den Start des bunten Kinderfest-Festumzugs. Hinter ihnen hatten Reiter, Verwaltung und der Musikverein Gingen unter Leitung von Gunnar Merkert Aufstellung genommen, bevor die Kleinen aus dem evangelischen Kindergarten betonten: „Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Die Teilnehmergruppen wurden begleitet von den schmuck herausgeputzten Fahrzeugen der Oldtimer-Freunde Gingen, die mit ihren fest installierten Infoschildern  die Täfeles­träger ersetzten.

Mit einer „Farbexplosion“  machte sich die KiTa Sonnenschein auf den Weg – und schon bald zierten die weißen T-Shirts  rote, blaue und grüne Tupfer des kräftig verstreuten Farbpulvers aus den mitgeführten Eimern.  Da mussten die applaudierenden und winkenden  Zaungäste am Straßenrand schon gut aufpassen, dass sich das Pulver nicht verirrte. Mit bunt beklecksten Shirts und Käppis kamen die „kleinen Künstler aus Sankt Barbara“, bevor die Erstklässler der Hohensteinschule  mit selbst gemalten Bildern, die an Motive des Künstlers Hundertwasser angelehnt waren, glänzten. Schulleiterin Anke Bulling, verantwortlich für die Festzugsorganisation, erklärte: „Wir haben bewusst auf Verkleidungen verzichtet, sondern das Thema Kunst umgesetzt.“ Gelungen ist diese Idee allemal, denn die Kinder hatten  viel Spaß, zeigten Kreativität und ein künstlerisches Händchen. Mit Darstellungsarten von Paul Klee befassten sich die Schüler der zweiten Klasse, malten und druckten  mit Stempeln geometrische Formen auf schwarz-braunes Papier.  Dem Jugendstilkünstler Gustav Klimt widmete sich Klasse 3 a, und die Parallelklasse stellte auf Plakaten den Nachthimmel von Vincent van Gogh dar. Werke von  Kandinski und des spanischen Surrealisten  Joan Miro interpretierten die Viertklässler.

An der Lindenstraße entlang traf der bunte Umzug, dessen Abschluss die Jugendkapelle nebst Feuerwehr bildete,  dann auf dem Festgelände ein und schnell sicherten sich die zahlreichen Besucher ein Schattenplätzchen. Für das leibliche Wohl sorgten gleich vier Organisationen: der Turnverein, die Feuerwehr, der Zimmerstutzenverein und der Tennis­club. Axel Mank, Vorsitzender des Kultur- und Sportkreises, freute sich über das Engagement der örtlichen Vereine. Der Elternbeirat der Schule servierte Kaffee und Kuchen in der Hohensteinhalle.

Die pure Lebensfreude

Seinen Dank richtete Bürgermeister Marius Hick an die vielen Helfer in seinem Grußwort, bevor er das Nachmittagsprogramm eröffnete. Papas und  Mamas zückten Kamera und Handy während der fröhlichen Tanzdarbietungen der Kleinen aus den Kindergärten. Mit Liedvortrag (Hohensteinschule Klasse 3 b) und einer Hutmodenschau (Klasse 4 b) mit selbst gemachten, farbenprächtigen  Kopfbedeckungen präsentierte die junge Generation Lebensfreude pur.

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