Uhinger Kindergarten steht auf der Kippe

Die Tage des Kindergartens in der Panoramastraße sind womöglich gezählt, denn das Fertighaus hat immer mehr Mängel. Zusätzliche Plätze als Ausgleich will die Verwaltung in der Schwabenstraße schaffen.

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Die Kindergärten in Uhingen sind gut ausgelastet, aber nur rund ein Drittel aller Plätze für die Betreuung von Kleinkindern sind belegt.  Foto: 

Kurze Wege für kurze Beine - von diesem Leitspruch für die gute Erreichbarkeit von Kindergärten verabschiedet sich die Stadt Uhingen vielleicht auf dem Haldenberg. "Wir tendieren dazu, den Kindergarten in der Panoramastraße mittelfristig aufzulösen", kündigte der Leiter des Hauptamts, Reinhard Goldmann, am Montagabend im Verwaltungsausschuss an. Die verloren gehenden Plätze auf dem Haldenberg könnten durch eine Erweiterung des Kindergartens in der Schwabenstraße ausgeglichen werden. Eine Angliederung des Hauses in der Panoramastraße an das am Fuße des Bergs wolle die Verwaltung voraussichtlich im kommenden Jahr mit den Stadträten von Uhingen besprechen.

Grund für eine mögliche Auflösung des Kindergartens auf dem Haldenberg ist das Alter des Fertighauses. Das Gebäude hat rund 30 Jahre auf dem Buckel und entwickelt sich zu einem Kostenfresser. "Der Zustand ist so, dass wir ständig sanieren müssen", erklärte Goldmann auf Nachfrage. Im vergangenen Jahr war die Erneuerung des Dachs notwendig, um den Kindergarten noch einige Zeit weiter betreiben zu können. Die Reparatur hatte die Verwaltung damals nicht im Haushaltsplan vorgesehen.

Im Gegensatz dazu soll das mittelfristige Aus des Kindergartens in der Panoramastraße die Stadträte nicht kalt erwischen. Die Ankündigung dürfte aber nicht alle Vorbehalte ausräumen: "Es ist eine schwierige Entscheidung, den einzigen Kindergarten auf dem Haldenberg in die Schwabenstraße zu verschieben", sagte Sabine Braun (CDU). Wie die Verwaltung die Vergrößerung in der Einrichtung begründen will, interessierte dagegen Susanne Widmaier (SPD): "Früher hieß es, dass die Außenfläche des Kindergartens in der Schwabenstraße zu klein sei für einer Erweiterung", erinnerte sie sich.

Während die Zukunft des Kindergartens in der Panoramastraße noch ungewiss ist, ist das Aus eines Angebots in der Tagesstätte Sparwiesen schon besiegelt. "Wir stellen die Ganztagesgruppe zum Ende des Kindergartenjahres ein", kündigte Anette Epping an. Sie kümmert sich um die Angelegenheiten der Kindergärten in Uhingen, und ihr zufolge gibt es keinen Bedarf für diese Betreuungsform in dem Stadtteil. "Zuletzt war nur noch ein Kind angemeldet", berichtete Epping. Sie und Reinhard Goldmann vermuten die Konkurrenz benachbarter Einrichtungen hinter der schwachen Nachfrage. Das Kinderhaus Mittlere Mühle und der Kindergarten in der Oberdorfstraße bieten seit 2014 eine Betreuung für den ganzen Tag.

Die meisten Einrichtungen in Uhingen sind gut belegt. "Sehr gut bewährt hat sich der Kindergarten in der Oberdorfstraße", sagte Goldmann. Wegen großer Nachfrage musste die Einrichtung genau wie das Kinderhaus schon einige Eltern an andere Kindergärten verweisen.

Viele freie Plätze gibt es dagegen noch für ganz junge Kinder. Insgesamt 34 Jungen oder Mädchen bis zu drei Jahren (U3) gehen in eine Krippe oder in die U3-Betreuung. Weitere 76 freie Plätze hält die Stadt Uhingen vor.

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