Uhingen baut Kindergarten in der Panoramastraße

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In der Uhinger Panoramastraße wird ein dreigruppiger Kindergarten gebaut. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Der Neubau soll die bestehende Einrichtung aus den 80er Jahren ersetzen, die damals nur als Provisorium gedacht war und sich laut Stadtverwaltung mittelfristig nicht mehr erhalten lässt.

Der Standort wird dringend benötigt, denn dort bestehe auch in Zukunft Nachfrage nach Kinderbetreuung. Beschlossen wurde, den Neubau zweigeschossig zu gestalten. Architekt Jürgen Autenrieth aus Eislingen erklärte, dass damit massive Eingriffe in den Haldenwald vermieden werden könnten. Aus pädagogischer Sicht sei eine zweigeschossige Lösung möglich. Im neuen Kindergarten sollen später einmal drei Gruppen betreut werden, davon zwei altersgemischte Ganztagesgruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren und eine Krippengruppe. Die Kosten werden auf 2,35 Millionen Euro geschätzt. Planung und Ausschreibung sollen noch dieses Jahr erfolgen, die Arbeiten im Frühjahr vergeben werden. Bezugsfertig ist der neue Kindergarten, wenn alles planmäßig läuft und die Finanzierung in den anstehenden Haushaltsberatungen gesichert werden kann, im Mai 2019.

Wegen der Hanglage wird das Bauwerk teilweise ins Erdreich hineingebaut, erklärte Architekt Autenrieth: „Die Gruppenräume orientieren sich nach Süden zum Garten hin“, im Norden liegen im unteren Geschoss Sanitärräume und Haustechnik. „Auch aus dem Obergeschoss kann man direkt ins Grüne gehen“, so der Planer. Wichtig sei eine flexible Nutzung der Räume, „denn nichts ändert sich so schnell wie der Bedarf an unterschiedlichen Räumen.“ Sogar an einen speziellen Raum für die Eltern, die ihre Sprösslinge während der Eingewöhnung begleiten, werde gedacht.

Auch eine eingeschossige Variante stand zur Debatte. Die allerdings hätte bedeutet, dass man deutlich mehr vom Haldenwald hätte opfern müssen. Die Verwaltung hielt es für „gegenüber der Bevölkerung nicht vertretbar, den Haldenwald um bis zu 30 Meter zurückzunehmen“, wie es in der Sitzungsunterlage heißt. Bei der favorisierten zweigeschossigen Lösung kann die Waldgrenze bestehen bleiben, allerdings müssen aus Sicherheitsgründen einige hohe Bäume fallen, die zu nahe am Kinderhaus stehen.

„Dass der Standort aufgegriffen wurde, war uns wichtig“, freute sich Susanne Widmaier (SPD). Vor allem für Familien aus Holzhausen und dem nördlichen Uhingen sei es wichtig, dass der Neubau kommt. Sie hofft auf ein vereinfachtes Verfahren beim Bebauungsplan, damit der Kindergarten zügig gebaut werden kann.

Auch Sabine Braun (CDU) begrüßte für ihre Fraktion die Verwirklichung der zweigeschossigen Lösung, „denn dafür müssen nicht ganz so viele Bäume fallen“. Die Kinderzahlen steigen, deshalb brauche man den Neubau. Dem konnte sich Rainer Frey (FWV) nur anschließen. Er zeigte sich zufrieden, dass der Standortwunsch der Freien Wähler erfüllt worden ist. Ulrich Langer (FDP/UB) ist es ein Anliegen, dass es mit der Umsetzung des Vorhabens schnell geht: „Der Neubau verdient Priorität, denn der vorhandene Kindergarten schwächelt schon.“

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