TSV Bad Überkingen bekommt Sportplakette

Schon das ganze Jahr über feiert der TSV Bad Überkingen sein 125-jähriges Bestehen. Am Samstag erhält er die Sportplakette des Bundespräsidenten.

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Nicht nur im Jubiläumsjahr ziehen die Vorstandschaft und die Ausschussmitglieder des TSV Bad Überkingen an einem Strang.  Foto: 

Vor über zwei Jahren haben die Planungen begonnen. Dutzende Sitzungen, etliche Arbeitsstunden und viele Veranstaltungen später wird am kommenden Samstag das Jubiläumsjahr des TSV Bad Überkingen mit einem Festakt in der Autalhalle beschlossen. Dabei überreicht Landrat Edgar Wolff dem Verein mit seinen 800 Mitgliedern die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- oder Sportverbände - die Sportplakette des Bundespräsidenten.

Der TSV steht aber nicht nur für 125 Jahre Sport in Bad Überkingen, sondern auch für das kulturelle Leben in der Gemeinde. Seit über 100 Jahren gibt es eine eigene Sängerabteilung im Verein. Später folgten die Musiker, die Theaterspieler und die Miniretten. Diese Vielfalt kann nicht jeder Verein bieten. Für die Verantwortlichen war deshalb klar, dass sich im Jubiläumsjahr alle TSV-Abteilungen mit eigenen Veranstaltungen einbringen sollen - was sie auch taten oder noch tun: Gemeinsam wurden die Bad Überkinger Festtage Ende Juni mit Kinderfest, Brunnenfest und Tälesmusikertreffen gestemmt. Leider fiel Letzteres den Wetterkapriolen zum Opfer. Am kommenden Samstag ist wieder der gesamte Verein gefragt (siehe Infokasten).

Die hohe Ehrung, die der TSV beim Festakt erhält, ist nicht zuletzt den zehn Bad Überkingern zu verdanken, die 1889 die Turngemeinde gegründet haben. Zunächst mussten die Turner unter der Linde beim "Roßgumpen" üben, wo sich heute der Kurpark befindet. Im Winter zog man in eine Scheune. Kein Wunder, dass schon früh der Wunsch nach einem eigenen Domizil entstand: 1906 erfolgte der Spatenstich für die eigene Turnhalle, die ein Jahr später mit einem großen Fest eingeweiht wurde.

Jenseits von Reck und Barren entdeckten offenbar einige Turner auch ihre musische Seite - jedenfalls gründete sich 1912 im Verein eine Sängerabteilung. Weitere Zuwächse gab es 1928 mit den Handballern, 1933 mit den Skifahrern und 1938 mit den Musikern. Das Jahr 1938 brachte zudem eine Zäsur für die Turngemeinde. Sie wurde von den Nationalsozialisten zwangsweise mit dem 1921 gegründeten Rad- und Sportverein zusammengeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trennten sich beide Vereine wieder, doch schon 1950 setzte sich die Einsicht durch, das ein Zusammenschluss - dieses Mal freiwillig - für den Sport in Bad Überkingen die beste Lösung sei.

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurde die Heimstätte des Vereines, die TSV-Turnhalle, mehrmals saniert sowie um- und angebaut. Dabei erbrachten die Mitglieder tausende Stunden an Eigenleistungen für ihren TSV. Das neueste Projekt ist der Einbau einer neuen Küche.

2010 wurde eine neue Vereinsstruktur geschaffen. Statt eines Vorsitzenden und seines Stellvertreters gibt es seither vier Vorstände mit eigenen Aufgabengebieten. Im Jubiläumsjahr sind dies Timm Engelhardt (Finanzen), Eberhard Lang (Fest- und Wirtschaftsbetrieb) und Jochen Meissner (Öffentlichkeitsarbeit). Das Amt für Liegenschaften ist derzeit nicht besetzt.

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