THW-Präsident zu Gast in Göppingen

Der Präsident des Technischen Hilfswerks Deutschland, Albrecht Broemme, traf sich im Göppinger Stauferpark mit Vertretern anderer Hilfsorganisationen.

|
Albrecht Broemme, Präsident des Technischen Hilfswerks, begrüßt junge Mitglieder aus dem  Göppinger Ortsverband.  Foto: 

„Wir sind jederzeit bereit, in Deutschland und weltweit zu helfen.“ Das ist der erste Leitsatz des Technischen Hilfswerks (THW) in Deutschland, dessen Präsident Albrecht Broemme auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens jetzt in den Kreis Göppingen gekommen war. Im 2012 neu gebauten THW-Haus des Göppinger Ortsverbandes im Stauferpark traf er sich mit den örtlichen Vertretern zum Gesprächsaustausch und im Anschluss daran mit anderen Rettungsdiensten. An diesem „Blaulichtabend“ nahmen Vertreter der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, der Malteser, der Johanniter und der Polizei teil.

Heike Baehrens sagte beim Pressegespräch, dass die Große Koalition die „Problematik der Selbstbewirtschaftungsmittel aufgegriffen“ und etwas für die technische Ausrüstung getan und Mittel beschlossen habe, um die Hilfsdienste zu stützen. Albrecht Broemme, der als Koryphäe für Katastropheneinsätze gilt, stellte die Aufgaben im Inland und Ausland und einige Einsätze des THW vor. Er war im letzten Jahr Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Flüchtlingsfragen. Broemme, von Beruf Elektrotechniker und ehemaliger Chef der Berliner Feuerwehr, steht seit elf Jahren als Präsident, der vom Bundesinnenminister ernannt wird, an der Spitze des THW.

Beim Katastrophenschutz sei die „Verzahnung auf allen Ebenen“ wichtig, was bedeute, dass jeder das mache, was er gut könne, so Broemme. Zu den Einsatzaufgaben gehörten das Bergen und Retten, das Versorgen, das Instandsetzen und das Koordinieren. Als Beispiele für die Zukunft nannte er Unwetter wie in Baden-Württemberg mit Einsätzen, wie sie in Braunsbach oder Reutlingen stattgefunden hätten, die Strom- und Wasserversorgung bei kritischen Situationen sowie die Flüchtlingsarbeit. Dafür würden Fachgruppen eingesetzt, die ausgebildet seien, es aber ehrenamtlich leisteten. Das THW habe ein Programm 60 plus mit Grundausbildung und gezieltem Einsatz aufgelegt, um Menschen nach dem Eintritt in den Ruhestand noch Möglichkeiten zu bieten.

Bei den Auslandseinsätzen nannte er das Waffeneinsammeln in Kolumbien als Friedenseinsatz im Auftrag der Vereinten Nationen, Bauleitungen bei Ausbildungseinrichtungen in Afghanistan, Aufbau von Flüchtlingslagern im Nordirak oder den Bau von Häusern in Mali und dem Sudan, was von internationalen Organisationen, dem Außen- oder Entwicklungshilfeministerium finanziert werde.

Das THW werde als zivile Regierungsorganisation zu schwierigen Missionen, aber nicht in Krisengebiete geschickt. Unter den Göppinger THWlern gebe es zwei Spezialisten, die ins Ausland gehen können, wie bei einem Einsatz in Nigeria geschehen. Durch die „Mischform und die Kreativität der Helferschaft“ werde das THW sehr geschätzt, sagte Brommer. Er wünsche sich von der Politik, „dass wir auch in Zukunft ordentlich wahrgenommen werden und die Resilienz ( = Fähigkeit, Krisen zu bewältigen) in der Bevölkerung verbessert wird“.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hoher Schaden nach Wohnungsbrand in Salach

Bei einem Wohnungsbrand in Salach am frühen Samstagmorgen entstand ein hoher Schaden von etwa 50.000 Euro. weiter lesen