Neuer Schacht für drei Ortsteile

147 500 Euro will der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb in einen neuen Sammelschacht bei der Bad Überkinger Pumpstation investieren.

ULRICH BISCHOFF |

Es geht um die Trinkwasserversorgung vor allem in Hausen an der Fils, in Ober- und in Unterböhringen: Die drei Bad Überkinger Ortsteile beziehen ihr Wasser zu 100 Prozent aus der im Hausener Tal unweit der B 466 gelegenen Pumpstation. Weil der Sammelschacht des inzwischen 132 Jahre alten Wasserwerkes nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entspricht, soll er nun aufgegeben und durch einen neu gebauten ersetzt werden, erklärt der Geschäftsführer des Verbandes, Uwe Geiße (Gerstetten). Die Planungen hierfür laufen schon seit Jahren, die Realisierung scheiterte Geiße zufolge bislang jedoch an den hohen Kosten. Der Vorteil des neuen Schachtes, der das Wasser aus der Sickergalerie bezieht, liege darin, dass der Grundwasserspiegel künftig durch eine Abwasserleitung in die Fils reguliert werden kann. Das "Leerlaufenlassen" des Schachtes ermögliche außerdem Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten.

Bei den Tiefbauarbeiten am neuen Behälter kommt Firma Strauß aus Königsbronn zum Zuge, die Armaturen darf Firma Stetter aus Nagold liefern und montieren. Mit dem Einlassen der neun Meter langen Spundwände wurde das Tiefbauunternehmen Hubert Schmid aus Marktoberdorf beauftragt, das sich auf Bauten dieser Art spezialisiert hat. Die Ramm-und Bohrgeräte für die sieben Meter tiefe Grube mussten, so berichtet Geschäftsführer Geiße weiter, per Schwertransport angeliefert werden.

Die Baustelle, die zwischen Bad Überkingen und Hausen eingerichtet wurde, ist von der B 466 einsehbar und liegt in unmittelbarer Nähe der alten Anlage, die heute mit ihrem Pumpenhaus und ihrer Dienstwohnung als technisches Denkmal an die Pionierzeit der Albwasserversorgung erinnert. Neben dem kleinen Museum haben die Techniker eine Turbinenanlage untergebracht, die Strom erzeugt. Der Bau des neuen Schachtes wird nach Einschätzung der "Wassermänner" eine Bauzeit von eineinhalb Monaten in Anspruch nehmen.

Dem Zweckverband steht in Bad Überkingen eine Fördermenge von 930 720 Kubikmeter pro Jahr zur Verfügung. Umgerechnet sind dies 31,6 Liter pro Sekunde. 310 Höhenmeter muss das Wasser auf seinem Weg zum Scheitelhochbehälter Aufhausen und zum Hochbehälter Oberböhringen überwinden. Zehn Kreiselpumpen bilden das Herz der Anlage.

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