Studentin führt die Kreis-SPD

Eine Studentin ist neue SPD-Kreisvorsitzende: Bei der Kreisdelegiertenversammlung in Göppingen wählten die Sozialdemokraten die 22-jährige Sabrina Hartmann zur Nachfolgerin von Sascha Binder.

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Wechsel bei der SPD im Kreis: Die neue Vorsitzende Sabrina Hartmann mit Vorgänger Sascha Binder.  Foto: 

Mit 94 Prozent der Stimmen wählten die Delegierten aus den Ortsverbänden die Politik- und Jurastudentin Sabrina Hartmann aus Salach zu ihrer neuen Vorsitzenden. Der Geislinger Landtagsabgeordnete Sascha Binder hatte im Oktober seinen Rückzug vom Kreisvorsitz nach acht Jahren erklärt.

Binder betonte, dass der SPD-Kreisverband „insgesamt auf gutem Wege“ sei – erstmals in ihrer Geschichte stellt die Kreis-SPD auf Landes- und Bundesebene insgesamt drei Abgeordnete. Die Bundestagswahl 2013 und die Kommunalwahl im vergangenen Jahr hätten gezeigt, dass die Partei im Landkreis eng zusammenstehe. Er ging zudem auf seine Entscheidung ein, sich nicht mehr um das Amt des Kreisvorsitzenden zu bewerben: „Es sind Aufgaben auf mich zugekommen, die mich zeitlich binden“, erklärte Sascha Binder mit Blick auf seine Funktionen in Untersuchungsausschüssen des Landtages und als Justiziar der SPD-Landtagsfraktion. Es sei für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen sei, in seiner Heimatstadt Geislingen für den Gemeinderat zu kandidieren. Ihm sei immer klar gewesen, dass er „nicht unaufhaltsam Ämter sammeln“ wolle. Der Kreisverband habe es verdient, nicht nur verwaltet zu werden, sondern neue Impulse zu bekommen.

Die erhoffen sich die Genossen nun von der Studentin Sabrina Hartmann. Sie ist stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende und rückt im Salacher Gemeinderat für Staatssekretär Peter Hofelich (SPD) nach, der seine kommunalpolitischen Ämter aufgibt. Die einzige Kandidatin betonte in ihrer Bewerbungsrede, sie wolle den Kreisverband „mit auf den Weg in die Zukunft nehmen“ und die SPD als „fest verankerte Volkspartei im Kreis“ stärken. Besondere Bedeutung sehe sie bei Kreisthemen wie der Vollintegration des Landkreises in den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) und einer S-Bahn ähnlichen Anbindung bis Geislingen. „Das gilt es von der Region Stuttgart einzufordern.“

Zudem beklagte sie: „Der Zustand auf den Straßen ist unerträglich.“ Bei Infrastrukturprojekten sei eine für die Bürger transparente Planung und Zusammenarbeit verschiedener Instanzen notwendig. Mit Blick auf die Debatte um den Umgang mit Flüchtlingen betonte sie, man müsse „Asylsuchenden, denen alles genommen wurde, neue Chancen geben“. Bezogen auf die kommunalpolitische Verankerung der SPD wünscht sich Hartmann, „ auch wieder einen Bürgermeister in unseren Reihen zu haben“. Zu stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurden Benjamin Christian (Wangen), Werner Staudenmayer (Salach) und Michael Lopin (Uhingen) gewählt.

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