Stromspeicher gefragt

Damit die Energiewende gelingt, wird ein neues Stromnetz benötigt. Gutes Netzwerkmanagement ist gefragt und der Einsatz von Energiespeichern. Dies verdeutlicht die Gruibinger Firma "hom consulting".

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Im Forschungszentrum Karlsruhe wird die Schichtdicke einer Elektrode gemessen. Effiziente Stromspeicher sind wichtig für die Energiewende. Foto: Forschungszentrum

In den nächsten Jahren soll das Energieversorgungssystem in Deutschland neu ausgerichtet werden, um die Ziele für die Energiewende zu erreichen. Im Jahr 2012 seien bereits 22 Prozent der Bruttostromerzeugung in Deutschland durch erneuerbare Energien geliefert worden, berichtete Otto Moll von der Gruibinger Firma "hom consulting"bei einem Vortrag zum Thema erneuerbare Energien in der Sickenbühlhalle. Die Firma berät und plant im Bereich "Energy Management". Dabei geht es um Erzeugung, Speicherung und auch Anwendung erneuerbarer Energien. Die Firma begleitet auch organisatorisch die Realisierung des Solarparks an der A8.

Zur Sprache kamen aktuelle Themen, wie die Erhöhung der EEG-Umlage zum Jahresbeginn auf 5,277 Cent je Kilowattstunde Strom. Es müsse berücksichtigt werden, dass sich die Umlage aus Faktoren zusammensetze, die teils gar nicht direkt mit dem Bau der Anlagen verknüpft seien, so Moll. Beispielsweise belaufe sich der Förderkosten-Anteil für die erneuerbaren Energien inklusive dem Ausgleich der im Vorjahr zu niedrig kalkulierten Umlage auf 49 Prozent, während die Entlastung von privilegierten Industrieverbrauchern, die auf Kosten der anderen Stromverbraucher geht, bei der Umlage mit 25 Prozent zu Buche schlage. Im Vergleich zu den monatlichen Gesamtenergiekosten eines Durchschnittshaushalts spiele die Umlage nur eine untergeordnete Rolle, betonte Moll, der auch auf das erforderliche Stromnetz der Zukunft einging: "Es bedarf einer neuen Art Stromnetz, das flexibel und intelligent ist und eine zuverlässige Verbraucherversorgung gewährleistet."

Hierzu sei der Einsatz von Energiespeichern - mit denen die erneuerbaren Energien zwischengespeichert werden können - unumgänglich. "Dadurch lassen sich Energieverluste bei sehr hoher Stromproduktion vermeiden und der Strom kann bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden." Die Entwicklung der Technik sei so weit fortgeschritten, dass Energiespeicher mit unterschiedlicher Speicherkapazität, die bis in den Megawattbereich reicht, heute in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen, so Moll. Die Kombination einer Solar-Anlage mit einer Speicherbatterie sei durch die Eigenverbrauchsersparnisse und Stromverkaufserlöse aus den eingespeisten Stromüberschüssen für Verbraucher heute durchaus lukrativ, erklärte er und wies auf die in Aussicht gestellte KfW-Förderung für Solarstromspeicher hin. Der Trend in Richtung "energieautonome Gebäude" werde sich weiter verstärken, ist Moll überzeugt. "Ein Stromanschluss für den Notfall wird aber trotzdem benötigt."

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