Streit zwischen Bauer und Bahn geht weiter

Der Streit um eine angemessene Entschädigung zwischen der Bahn und einem Hohenstadter Bauern geht weiter. Da die Behörden nicht vermitteln konnten, geht es vor Gericht.

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Seit über zwei Jahren streitet Bauer Daniel Buck nun schon mit der Bahn AG um eine angemessene Entschädigung dafür, dass die Bahn von Buck bewirtschaftete Felder für den Bau der Schnellbahntrasse braucht. So unterschiedlich beiden Seiten die letztendlich betroffenen Flächen sehen (die Bahn geht von acht Hektar aus, Buck kommt auf 17 Hektar, die ihm durch die Baustelle auf Dauer entzogen werden), so verschieden sind die Ansichten hinsichtlich der Entschädigung: Während die Bahn dem Bauern zuletzt pauschal 3519 Euro zur Befriedung anbot, verlangen Buck und sein Anwalt eine mindestens sechsstellige Summe.

Da sich beide Seiten nicht einigen konnten, leitete das Regierungspräsidium (RP) ein "isoliertes Entschädigungsfestsetzungsverfahren" ein. Hier stellte sich allerdings nur heraus, dass "keine Enteignung notwendig sei", wie ein RP-Sprecher gestern mitteilte. Den von der Einigungsstelle vorgeschlagenen Entschädigungssatz lehnten indessen beide Parteien ab und stellten stattdessen einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung.

Am 30. September kommt es nun vor der Kammer für Baulandsachen beim Landgericht in Stuttgart zum mündlichen Verfahren. Ob der Streit dort endgültig endet, ist offen. Beide Seiten können noch in die Berufung vor dem Oberlandesgericht gehen. Und selbst dann sei als letzte Instanz noch die Revision vor dem Bundesgerichtshof möglich, erläutert der RP-Sprecher.

Kann gut sein, dass schon die ersten Züge auf der Schnellbahnstrecke fahren, bis der Streit zwischen Bahn und Bauer Buck beendet ist.

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