Straßenmusikantenfest mit Trödelmarkt

Musiker an jeder Straßenecke, Händler und eine Prise Mittelalter: Der Trödelmarkt mit Straßenmusikantenfest war auch am Sonntag wieder der Höhepunkt der zweitägigen Bad Ditzenbacher Festtage.

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  • Auf dem Trödelmarkt herrschte schon morgens viel Betrieb. Da waren die guten Stücke noch nicht weg. 1/3
    Auf dem Trödelmarkt herrschte schon morgens viel Betrieb. Da waren die guten Stücke noch nicht weg. Foto: 
  • Feierlich hielten die "Hiltenburgritter" Einzug. 2/3
    Feierlich hielten die "Hiltenburgritter" Einzug. Foto: 
  • Musik umsonst und draußen. 3/3
    Musik umsonst und draußen. Foto: 
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Mit einem ökumenischen Gottesdienst und dem Fassanstich durch Bürgermeister Gerhard Ueding begannen am Samstagabend die Bad Ditzenbacher Festtage. Hatte König Fußball den Organisatoren am Freitag noch einen Strich durch die Rechnung gemacht (sie mussten das geplante Konzert in der Alten Dorfkirche wegen des WM-Viertelfinales verschieben), so war das Wetter am Samstag ganz auf ihrer Seite. Bis auf ein wenig Nieselregen am Nachmittag herrschte bestes Feierwetter. Knapp 400 Besucher bevölkerten denn auch am Samstagabend den Festplatz in der Ortsmitte, wo die Musikkapelle Bad Ditzenbach und der Musikverein Gosbach aufspielten, und feierten teilweise bis in die frühen Morgenstunden durch. Für Speis und Trank waren auch in diesem Jahr die Ditzenbacher Vereine zuständig, die von der obligatorischen Bratwurst über Gyros und Pizza bis zu Frozen Joghurt und Crêpes alles boten, was das Herz begehrte.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises der Bad Ditzenbacher Vereine, Siegfried Glaser, der die Festtage 25 Jahre lang mit organisiert und tatkräftig zum Gelingen beigetragen hat, wurde am Samstag von Bürgermeister Gerhard Ueding für sein langjähriges Engagement ausgezeichnet. Diesmal koordinierte erstmals Hendrik Kühn die Vereine.

Am Sonntagmorgen eröffnete die Brauchtumsgruppe "Hiltenburgritter" mit ihrem Umzug den zweiten Festtag, der vom Trödelmarkt und dem Straßenmusikantenfest bestimmt wurde. Bereits kurz nach 10 Uhr säumten viele Besucher die Haupt- und die Mühlstraße. Auf dem Hof der Hiltenburgschule hatten 80 Händler ihre Stände aufgeschlagen. Die "Hiltenburgritter", in diesem Jahr in etwas kleinerer Besetzung als gewohnt, zogen in ihren edlen mittelalterlichen Gewändern durch das Marktgeschehen. "Volk, juble!", wies der Anführer der Hiltenburger seine Ditzenbacher Untertanen an, die mit einem Auge schon auf die Auslagen der Trödler schielten. Denn es gab viel zu entdecken auf dem Trödelmarkt und das Publikum drängte sich schon am Vormittag dicht: Silbernes Besteck glänzte im Sonnenlicht, Kristallkaraffen glitzerten, Spielzeug von neu bis antik lockte, Nippes stand neben Antiquitäten, skurrile Dachbodenfunde neben altgedienten Computerspielkonsolen.

Genauso vielfältig war das musikalische Sortiment der Straßenmusiker. Auf dem Festplatz swingte und jazzte die "Valley-Dixiland-Band" ihr Publikum beim Frühschoppen wach, im Schulhof spielten "Roland & Roland" dezenten Schlager. Zwischen den Ständen in der Haupt- und der Mühlstraße präsentierten die "Lehmanns" ihren nachdenklichen Schwabenrock und die deutsch-irische Songwriterin Alice Nolan verzauberte solo mit ihrer Akustikgitarre.

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