Stimmungsvolle Atmosphäre genossen

Kultur pur von Konzerten über Lesung bis hin zu einer Theater-Performance in Verbindung mit einer traumhaften Atmosphäre gab es bei der zweiten Süßener Kulturnacht. Es war erneut eine gelungene Veranstaltung.

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Stimmungsvoll beleuchtet waren Plätze und Höfe bei der zweiten Süßener Kulturnacht. Vom Konzert bis zur Theateraufführung war viel geboten.  Foto: 

Grüne Lampions, Windlichter aus Papier und Kerzen weisen den Besuchern den Weg von einer Attraktion zur nächsten. Zum zweiten Mal fand im Ortskern von Süßen die Kulturnacht statt. Nach der Premiere im Jahr 2012 setzten die Veranstalter, die Kolping-Musikschule, die Stadtbücherei und die Volkshochschule auf das bewährte Konzept einer bunten Kulturmischung.

Auch das Wetter spielte am Freitagabend mit und so wurde es die erhoffte laue Juninacht, die zum Zuhören und Bummeln vor der stimmungsvollen Kulisse der mit bunten Scheinwerfern beleuchteten Gebäude einlud. Auf dem Marktplatz neben dem Rathaus sorgte Pianist, Singer und Songwriter Gregory Barrett am Keyboard, begleitet von Heinrich Herpich am Schlagzeug, mit Soul-Musik für viel Stimmung bei den Besuchern, die mit einem Cocktail in der Hand der Musik lauschten und die nächtliche Stimmung auf sich wirken ließen.

Gleich um die Ecke präsentierte ein mittelalterlich gewandeter Schmid sein feuriges Handwerk am Rand der Rathauswiese, während Manfred Mai im Forum hinter der Kolping-Musikschule aus seinen Büchern vorlas und die Zuhörer, die auf den steinernen Bänken Platz genommen hatten, an der traurigen Geschichte der Schwabenkinder Jakob und Anna teilhaben ließ. "Das ist ein bissle ernster, aber das ist die Art, wie ich Bücher mache: mal witzig und dann wieder mal ernst", erklärte der Autor. Bei der Lesung in Süßen verriet er aber auch, warum es sich so gerne und gekonnt den Geschichten der einfachen Menschen von Land widmet. "Kinder fragen mich oft, woher ich das alles weiß. Ich bin selbst auf dem Bauernhof aufgewachsen, mein Großvater war ein Rosbauer vom alten Schlag, deshalb muss ich vieles gar nicht erfinden", erzählte der Autor aus Winterlingen.

In der Zehntscheuer wagten Isabel Kimmel mit ihrer Geige und Thomas Scheuringer an der Gitarre ein musikalisches Experiment. Unter dem Titel "String Time" - "wir spielen heute mit elf Saiten", so Gitarrist Scheuringer - nehmen sie ihr Spiel live auf und lassen die Aufnahme wieder abspielen während sie selbst weiterspielen. So entstehen verschiedene Klanglinien die immer mehr den Eindruck eines mehrstimmigen Ensembles erzeugen. Für dieses spannende musikalische Erlebnis gab es in der gut besuchten Zehntscheuer viel Applaus.

Klassische Tafelmusik mit einer Serenade von Wolfgang Amadeus Mozart, gespielt von einer ausgezeichneten kammermusikalischen Oktett-Besetzung, erklang im Süßener Kirchhof. Unter dem Titel "Druckausgleich" präsentierten Thomas Faupel und Angelika Hack in der Kirchstraße eine spannende und überraschende Mischung aus Gesang, Tanz und Sprache.

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