Standort auch Thema in Rechberghausen

Im Rechberghäuser Gemeinderat wurde das Thema Grüngutplatz jetzt öffentlich diskutiert. Vor kurzem war bereits nichtöffentlich abgestimmt worden.

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Das Thema Grüngutkonzeption des Landkreises war am Dienstagabend Thema im Rechberghäuser Gemeinderat. Dort wurde in der Sitzungsvorlage noch einmal die unlängst nicht-öffentlich gefassten Gemeinderatsbeschlüsse abgedruckt. Diese besagen, dass sich das Gremium "wegen der zusätzlichen starken Verkehrsbelastung" gegen einen möglichen Grüngutplatzstandort zwischen Rechberghausen und Wangen ausspricht und stattdessen einen Platz "nördlich der L 1147", gemeint ist die Straße von der B 297 nach Adelberg, bevorzugt.

Der Rechberghäuser Bürgermeister Reiner Ruf meinte im Gemeinderat - ähnlich wie schon seine Fraktionskollegen von den Freien Wählern im Ausschuss für Umwelt und Verkehr (UVA) des Landkreises einige Stunden zuvor: "Macht es überhaupt Sinn, so viele Grüngutplätze zu bauen?" Pragmatismus müsse bei diesem Thema das Ziel sein. Vielleicht gebe es in drei Jahren eine bessere Möglichkeit.

Zum vom Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises favorisierten Grüngutplatzstandort für die Raumschaft Schurwald zwischen Rechberghausen und Wangen erklärte Ruf, dass täglich schon 30 000 Fahrzeuge Rechberghausen belasten würden. "In Zukunft gilt es, jeden Verkehr im Ort, der nicht notwendig ist, zu vermeiden. Eigentlich sollten die Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, eine Sondersteuer zahlen", so Ruf.

Die Sprecherin der Grünen im Gemeinderat, Martina Zeller-Mühleis, wies dagegen darauf hin, dass man mit dem derzeitigen kommunalen Kompostplatz "gegen bestehendes Recht" verstoßen würde. Die Gemeinden im Schurwald müssten jetzt nochmals "unbefangen" an die Thematik herangehen, um eine gemeinsame Lösung hinzubekommen. Wichtig war Zeller-Mühleis auch, dass die Standortfrage eines Grüngutplatzes öffentlicht diskutiert werde.

Auch Gemeinderat Franz Steeb (CDU) meinte: "Ein Sammelplatz für Grüngut ist nur die allerletzte Option."

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