Städlesjazz in Wiesensteig

Valley Connection Big Band spielt unter neuer Leitung von Jan Kapschyk bei Städtlesjazz in Wiesensteig

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Tom Beisenwenger entlockt seinem Saxophon beim Städtlesjazz in Wiesensteig gefühlvolle Jazzballaden.  Foto: 

„So jung, so charmant, so begabt“, kündigte der neue Bandleader der Valley Connection Big Band, Jan Kaspschyk, die Nachwuchssängerin Sarah Eckermann beim Städtlesjazz in Wiesensteig an. Die Schülerin von Ursula Breyer-Kiefer an der Geislinger Musikschule trat selbstbewusst auf und erntete mit Liedern wie „Don´t know why“ von Norah Jones und dem Titelsong des Musik- und Tanzfilms Flashdance reichlich Applaus.

Zögerlich kamen die Besucher am Samstagabend zu der Veranstaltung vor der Sankt-Cyriakus-Kirche, für die die Wetterbedingungen schlecht waren. „Wir dachten, der Städtlesjazz fällt aus. Als wir doch die Musik durch die Straßen dringen hörten, gingen wir gleich los“, sagte ein Gast. Noch nie wurde der Städtlesjazz abgesagt – und so fand er nun zum zehnten Mal statt, mit organisatorischer Unterstützung der Wiesensteiger Stadtkapelle.

Der Abend ließ Jazzer-Herzen höher schlagen: „Jumpin at the Woodside“ von Hendricks und Stücke von Count Basie aus der klassischen Jazzliteratur kamen genauso gut an wie das heitere Stück von Quincy Jones, „Soul Bossa Nova“. Das Publikum klatschte zu den vielen Soli der Musiker. Klaus Mann gab den leidenschaftlichen Drummer und Tom Beisenwenger berührte die Zuhörer mit seinen Klängen am Alt-Saxophon. Für die Jazz-Ballade „Goodbye Heart“ bekam er Bravo-Rufe und viel Applaus. Sigi Köster am Elektro-Klavier glänzte nicht nur, als er die stimmgewaltige Sängerin Konstanze Kaspschyk zu „All of me“ begleitete. Sie unterhielt die Gäste mit „Boston Beans“ oder „Bei mir bist du schön“. „Tanzen ist erwünscht“, animierte Jan Kaspschyk, Big-Band-Leader und Vater der Sängerin, die Zuhörer. Dazu überwand sich niemand, aber in Decken gewickelt wippten und groovten sie mit.

Peter Zwiesele, der die Big Band seit 2001 leitete, mischte sich im Hintergrund unter die Gäste. Zufrieden und entspannt beobachtete er „seine“ Valley Connection Big Band und die neue Entwicklung unter der Leitung von Jan Kaspschyk. Leidenschaftlich und humorvoll führte dieser die Musiker durch den Abend. Sie spielten Klassiker wie „Tuxedo Junction“, „Pensylvania 6-5000“, „Moon River“ und „In the Mood“.

„Ich bin dieser Musik schon häufig hinterher gereist“, sagte Dieter Meyer aus Wiesensteig. Er kennt den Jazz aus New Orleans, aus New York und von den Bahamas. Das locker swingende und feurig-lateinamerikanische Programm kam beim Publikum an. Nach mehreren Zugaben war der Weg frei für das Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft.

Info Am 7. Oktober spielt die Valley Connection Big Band in der Rätsche in Geislingen.

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