Stadt will sich auf Wichtiges besinnen

Eine Kommission, ein Stadtentwicklungskonzept und Steuerungsinstrumente sollen der Stadt den Weg in die Zukunft weisen.

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In alle Himmelsrichtungen will die Stadt Ebersbach ihr verfügbares Geld nicht verteilen, sondern sich Prioritäten bei den Ausgaben für die kommenden Jahren setzen.  Foto: 

Ein Ausfluss der jüngsten Haushaltsanstrengungen stand am Dienstagabend im Rathaus von Ebersbach jedem Stadtrat direkt vor der Nase. Die Verwaltung hatte den Bürgervertretern Sprudel der Landeswasserversorgung aufgetischt, anstelle der sonst üblichen Flaschen eines lokalen Produzenten. Durch den Umstieg spart sich die Stadt den Kauf des Durstlöschers, weil sie Mitglied in dem Versorgungsverband ist und ihn deshalb umsonst bekommt, erklärte Bürgermeister Eberhard Keller dem Gremium. Auf die Suche nach weiteren Vorteilen mit Blick auf ihre Ausgaben und Einnahmen will sich Ebersbach im kommenden Jahr begeben.

Der Bürgermeister beabsichtigt, mit dem Gemeinderat und den Einwohnern den Boden 2018 dafür zu bereiten, die Stadt aus ihrer klammen Finanzlage zu befreien. „Für 2018 gilt: Wir schaffen gemeinsam nichts weniger als eine solide Ausgangsbasis für die Zukunft“, warb Keller in seiner Haushaltsrede um Zustimmung für sein Maßnahmenpaket. Notwendig sei diese Neuausrichtung, weil sich die Stadt in den vergangenen Jahren übernommen habe: „Die Haushaltssituation ist nach wie vor angespannt, die Stadt hat sich in der Vergangenheit mehr vorgenommen, als sie mit ihren Ressourcen – sowohl den finanziellen, als auch den personellen – stemmen kann.“

Von diesem Arbeiten und Wirtschaften über die eigenen Verhältnisse will sich die Verwaltung verabschieden, indem sie Prioritäten setzt. Was in den kommenden Jahren wichtig und was vernachlässigbar ist, soll eine Haushaltsstrukturkommission im ersten Quartal 2018 festlegen. Als weitere Orientierungshilfe für den Weg in die Zukunft soll ein „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ dienen, das die Stadt mit Bürgern erstellen will. „In einem letzten Schritt gilt es dann, die Ziele für eine strategische Steuerung zu destillieren und die notwendigen Steuerinstrumenten zu schaffen“, sagte Eberhard Keller.

Die Neuaufstellung und Neuausrichtung soll die Stadt langfristig auf eine sicherere Grundlage stellen als bisher. „Wir haben keine Reserven, um einige schlechter Jahre zu überbrücken“, warnte Kämmerer Oliver Marzian am Dienstag. Ebersbach müsse sich deshalb jetzt vor Krisen wie in den Jahren 2008 und 2009 wappnen. Die angestrebte Haushaltskonsolidierung beuge solchen Gefahren vor.

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