Sommer der Ver-Führungen ist ein beliebtes Ferienprogramm

Sechs von zehn Wochen sind vorbei – und eine der Verantwortlichen des „Sommers der Ver-Führungen“ zieht eine positive Zwischenbilanz. <i>Mit Kommentar.</i>

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Industrieführungen – hier bei Schuler – sind beim „Sommer der Ver-Führungen“ besonders beliebt.

Isabell Noether ist zufrieden, sehr zufrieden. Abgerechnet und zusammengezählt wird zwar erst nach dem 25. September, doch die Geschäftsführerin der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf weiß schon jetzt, dass der diesjährige „Sommer der Ver-Führungen“ wieder ein Erfolg war. Nach sechs Wochen – Start war am 16. Juli mit einem Kneipp-Nachmittag – kann sie von positiven Rückmeldungen und vielen ausgebuchten Veranstaltungen berichten.

Das Ferienprogramm für Daheimgebliebene und Urlaubsgäste findet zum 13. Mal statt und wird von der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf gemeinsam mit dem Landkreis, der Touristikgemeinschaft Stauferland, der NWZ und der Geislinger Zeitung veranstaltet. Rund 250 Veranstaltungen bietet der „Sommer der Ver-Führungen“ in diesem Jahr und liegt damit auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren. „Schön ist, dass auch die kulinarischen Verführungen gut angenommen werden“, meint Noether. Bei dieser Aktion bieten 25 Gastronomen im Sommer spezielle Gerichte zu einem Einheitspreis an.

"Auch Mittelalterführungen sind extrem gefragt"

Besonders gefragt sind in diesem Jahr laut Noether Industrieführungen, die immer sehr schnell ausgebucht seien – jene bei Schuler beispielsweise nach einem Tag. „Auch Mittelalterführungen sind extrem gefragt“, berichtet die Geschäftsführerin. „Man merkt, dass der Fokus darauf liegt, dass die Leute etwas lernen möchten.“

Besonders viel Zulauf haben Termine wie etwa das informative, mittelalterliche Drama auf der Hiltenburg, zu dem rund 80 Interessierte den Weg auf die Burgruine auf sich nahmen. „Sonst haben wir im Schnitt so 20 bis 25 Teilnehmer“, sagt Noether.

Die Teilnehmer müssen nicht befürchten, dass sie jedes Jahr die gleichen Veranstaltungen zur Auswahl haben – auch wenn die Gästeführer laut Noether sehr loyal sind und in der Regel immer wieder Termine anbieten. Doch sie müssten sich immer wieder etwas Neues überlegen, bei Wiederholungen lasse das Teilnehmerinteresse schnell nach. Das funktioniere auch: „Die Leute merken, es tut sich was und es werden nicht nur die alten Sachen neu aufgelegt.“

Info Der „Sommer der Ver-Führungen“ endet am 25. September mit dem Rad-Aktionstag des Landkreises. Alle Veranstaltungen und Informationen im Internet auf der Seite www.sommer-der-verfuehrungen.de

Ein Kommentar von Dirk Hülser: Noch viel zu entdecken

Es gibt nichts, was es nicht gibt“, sagte einer der Macher im Jahr 2004 über den ersten „Sommer der Ver-Führungen“. Wer zwölf Jahre später ins Programmheft des Ferienprogramms im Landkreis blickt, stellt fest: Doch, es gab noch sehr viel, was es damals nicht gab. Hatten die Teilnehmern im ersten Sommer während sechs Wochen 74 Führungen und Exkursionen zur Auswahl, sind es mittlerweile schon rund 250 Veranstaltungen – verteilt auf zehn Wochen. Der „Sommer der Ver-Führungen“ ist – wenn auch noch nicht volljährig – längst den Kinderschuhen entwachsen.

Unzählige fleißige Helfer vor und hinter den Kulissen sorgen dafür, dass dieses spezielle Programm in der Region jedes Jahr wieder einzigartig ist. Bietet es doch Daheimgebliebenen wie Feriengästen gleichermaßen interessante Ein- und Ausblicke, die immer unterhaltend, oft lehrreich, meist spannend und auch mal schweißtreibend sind. Ob Bogenschießen oder Longboarden, unterwegs in der Natur „auf der Suche nach Essbarem“, ein Besuch im Kräutergarten, im Museum, in Fabrikhallen, die für Außenstehende normalerweise verschlossen bleiben, oder beim Radio – das Angebot kann einen fast erschlagen. Doch das ist das Erfolgsrezept.

Der „Sommer der Ver-Führungen“ lebt von seinen „Gästeführern“, so heißen die Leiter der Exkursionen. Mal lustig, mal ernst, aber immer kenntnisreich vermitteln sie den Teilnehmern umfangreiches Wissen und neue Erkenntnisse. Ohne sie könnte es das dicke Programmheft gar nicht geben. Dass sie diesen „Ferienjob“ gerne machen, ist schon daran zu erkennen, dass die meisten Gästeführer seit Jahren dabei sind und immer wieder neues Publikum in ihren Bann ziehen. Und ihre Stammgäste mit neuen Ideen überraschen. Natürlich entstand das Programm nicht, um Touristen anzulocken. Das Filstal ist nicht der Bodensee, der Stauferkreis nicht das Allgäu. Auch künftig werden Tagesgäste aus der Region oder Durchreisende das Gros der Besucher ausmachen. Doch das ist für den Kreis kein Grund, sich zu verstecken – und er tut es auch nicht. Der „Sommer der Ver-Führungen“ kann Menschen, die vielleicht auch zufällig auf einen Programmpunkt stoßen, unbekannte Seiten der Gegend zwischen Alb und Schurwald zeigen. Vielleicht erzählen sie es weiter, womöglich kommen sie wieder.

Was aber viel wichtiger ist: Die Organisatoren von den Tourismusinitiativen und vom Landkreis bieten den Kreisbewohnern ein tolles Sommerprogramm, viel Abwechslung – und das ohne riesige Events. Eher im Verborgenen. Denn da gibt es noch viel zu entdecken.

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Sommer der Ver-Führungen

Vom 23. Juli bis 25. September geht das Programm mit mehr als 250 Angeboten beim Sommer der Ver-Führungen.

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