Solidarisch bei Unterbringung von Flüchtlingen

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Obwohl die Unterbringung von Asylbewerbern eigentlich nicht Aufgabe der Kommunen, sondern des Landkreises ist, will nun auch Gingen im "Bündnis für Asyl" eine freiwillige Vereinbarung mit dem Landkreis eingehen und die Solidarität aller Kreisgemeinden zum Ausdruck zu bringen. Bürgermeister Marius Hick führte dazu aus, dass die Unterkunft in der Hindenburgstraße 88 derzeit mit elf Flüchtlingen belegt ist. Nach den derzeit geltenden Vorschriften dürfte Gingen dort nur zehn und vom 1. Januar 2016 an nur noch sechs Menschen wohnen lassen. Die Realität spreche eine ganz andere Sprache. Für den Landkreis gelte derzeit schon ein "Aufnahmesoll" von 1300 Asylbewerbern, Gingen müsste 23 Flüchtlinge aufnehmen. Die Gemeinden müssten daher zusammen mit dem Landkreis nach weiteren Unterkünften suchen. Hilfe auf der persönlichen Ebene biete derzeit dankenswerterweise schon ein Asylkreis an, der sich unter dem Dach der evangelischen Kirche zusammengefunden hat; die Gemeinde beschäftige Ein-Euro-Jobber auf dem Bauhof. Gemeinderat Klaus Staffa warnte davor, zu viele Wohncontainer aufzustellen, weil aus zu engem Beieinanderwohnen Konflikte entstünden: "Das Dorf Gingen verträgt nur eine bestimmte Anzahl Asylbewerber." Bürgermeister Hick sagte, dass auch Privatleute Wohnraum angeboten hätten. Der werde dann vom Landratsamt angemietet.

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Das Thema Asyl beschäftigt auch den Landkreis Göppingen und seine Kommunen.

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