So ein „Läddagschwätz“

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Applaus für Christa Ziegler. Sie durfte als Gast aus dem Publikum beim „Pfefferle (rechts) und seinem Ernst“ in der Böhmenkircher Gemeindehalle mitspielen.  Foto: 

Mundartkabarett auf breitestem Schwäbisch: Das haben „Der Pfefferle und sein Ernst“ beim Seniorennachmittag für die Gesamtgemeinde Böhmenkirch am Sonntag geboten, zu dem sich viele Mitbürger in der Gemeindehalle eingefunden hatten. Für die Senioren aus den Ortsteilen war eigens ein Busverkehr eingerichtet.

In seiner Begrüßung ging Bürgermeister Matthias Nägele auf das vergangene Jahr ein: Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse Anfang des Jahres, insbesondere für den Obst- und Weinbau, habe die heimische Landwirtschaft eine gute Ernte eingefahren.  Politisch ist es laut Nägele in schwierigen Zeiten auch in den Kommunen wichtig, „ein friedliches Zusammenleben mit Familien aus Kriegs- und Krisengebieten zu praktizieren.“ Bei der Dorfentwicklung wurden in Böhmenkirch-Süd 31 Bauplätze voll erschlossen, und im Gewerbegebiet „Im Hart“ entsteht ein neues Volkswagen-Autohaus. Aktuell wird in der Gussenstadter Straße in Steinenkirch die Wasserleitung saniert und seit Dezember 2016 hat das Bürgermobil die Fahrdienste in der Gesamtgemeinde mit steigenden Fahrgastzahlen aufgenommen, berichtete der Schultes weiter.

Nach kurzer Überleitung setzte der Chor „TonArt“ aus Schnittlingen mit bekannten Volksliedern das Nachmittagsprogramm fort. Beim Titel „Rot sind die Rosen“ forderte Bürgermeister Nägele eine Zugabe und animierte das Publikum zum Mitsingen – mit Erfolg. Einen Geldbetrag für Noten und ein Präsent erhielt Vorstand Franz Kaiser vom  Bürgermeister.

Mit „Philosophischem Lädda­gschwätz“ übernahmen die Kabarettisten „Der Pfefferle und sein Ernst“ das Regiment auf der Bühne. Wilhelm Pfefferle (Werner Schwarz) und Ernst (Markus Rabe) präsentierten ein Potpourri aus verschiedenen Pfefferle-Programmen. Ob im Urlaub, am Büfett, ob in ihrer „Stammboiz“ an der Theke, oder Wilhelm beim Arzt – überall treffen die beiden in unterschiedlichen Situationen aufeinander. So kann Wilhelm dem neuen Arzt seine Krankheitssymptome in breitestem schwäbisch nur schwer verständlich machen. Dagegen scheint Ernst der große Frauenversteher zu sein. Frage: „Verstehst du die Frauen?“. Antwort: „Nur wenn‘s net mei oigana isch!“. Auch der Anruf im Beauty-Shop bringt Wilhelm in arge Bedrängnis über den „Guggen-Inhalt“, den er für seine Frau abholen soll. Da finden sich beispielsweise Feinstrumpfhosen mit Zwickel zur Verstärkung der erogenen Zone oder ein „Duttengschirrle“ der Größe „small“, das ihn in Erklärungsnöte mit der Verkäuferin bringt. Treffend bemerkte abschließend Bürgermeister Nägele: „Beim Schwoba isch so, ma sod mit mehr hoimkomma als ma ganga isch“ und übergab den Comedians ein Fläschchen nicht verschreibungspflichtiges „Lebenselixier“ aus der Apotheke.

Mit der Altenehrung durch Pfarrer Michael Kenner und einem Schlusswort von Ortsvorsteher Günter Pallaoro (Steinenkirch) endete ein unterhaltsamer Seniorennachmittag. Die älteste Besucherin des Nachmittags war Emma Lang (94 Jahre) aus Treffelhausen.

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