Skibasare als günstige Alternative

Die Skisaison steht vor der Tür. Damit der Wintersport zum Vergnügen wird, ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Skibasare bieten eine gute wie auch günstige Alternative zum klassischen Einkauf.

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Es ist kurz vor 13 Uhr. Vor der Nenninger Gemeindehalle hat sich eine Menschenschlange gebildet. Auch Jens Armelini und Tochter Lilli haben sich unter die Wartenden gereiht. "Wir suchen Skier und Schuhe für Lilli", verrät der Vater. Dann öffnen sich die Türen und alles drängt in die Halle zur Schnäppchensuche. Auf langen Tischen sind die Artikel ordentlich aufgereiht: Skistiefel, Helme und Stöcke. An der Wand entlang Skier und Snowboards, an Kleiderstangen hängen Skijacken und -hosen. Große Auswahl zu kleinen Preisen ist auch die Devise beim Nenninger Skibazar.

Skiclub-Mitglied Axel Traa, verantwortlich für den Bazar, erklärt: "Auf gute Ware legen wir Wert. Bei der Annahme prüfen wir jeden Artikel und was für den Verkauf nicht geeignet ist, nehmen wir erst gar nicht an." An die 330 gebrauchte Wintersportartikel haben die Vereinsmitglieder an diesem Samstagvormittag entgegen genommen. Aber auch Neuware ist unter dem breiten Angebot, die von einem Sporthändler aus Salach stammen. Und auf fachmännische Beratung brauchen die Schnäppchenjäger auch nicht zu verzichten. Die Mitglieder des Skiclubs stehen Rede und Antwort. In ihren leuchtend roten T-Shirts sind sie leicht auszumachen.

Viele Eltern sind mit ihren Kindern gekommen, um für ihren Nachwuchs gut und günstig einzukaufen. Die dreijährige Henni ist in weiße Skistiefel geschlüpft und stolziert mit den schweren Schuhen an den Füßen vor den kritischen Augen ihres Vaters auf und ab. "Die weißen Stiefel gefallen ihr, aber die sind viel zu groß", stellt der Vater fest. In der Hand hält er ein Paar blaue Kinderstiefelchen. Nachher sieht man beide an der Kasse, wie ein Paar rote Skistiefel bezahlt werden. Der 17-jährige Jonas Roth im roten T-Shirt berät gerade ein junges Ehepaar. Die Frau ist unsicher, welcher Ski für sie der Richtige ist. "Wie fahren Sie? Langsam oder schnell, mit kurzen oder langen Schwüngen?", fragt Jonas kompetent nach. Bald darauf ist dann der passende Ski gefunden. Auch Vater und Tochter Armelini sind längst fündig geworden. Mit zufriedenen Gesichtern geht es zur Kasse.

Nach etwa einer Stunde lichtet sich das Gedränge an den Tischen. "Der größte Ansturm ist immer zu Beginn", weiß der stellvertretende Vorsitzende Jochen Eisele aus langjähriger Erfahrung. Freudig überrascht ist Sebastian Lang, der Snowboard-Spezialist im Verein. Entgegen des derzeitigen Trends hat er an diesem Nachmittag drei Snowboards verkauft. Gegen einen geringen Aufpreis können die Kunden die Bindung ihrer neu erworbenen Skier bei Dieter Gaugele gleich einstellen lassen. Dieser Service wird rege angenommen.

Seit über 25 Jahren organisiert der Skiclub Nenningen im November einen Skibazar. Noch vor einigen Jahren wurden die abgegebenen Artikel manuell in Listen eingetragen und entsprechend abgerechnet. Heute erleichtert eine Excel-Tabelle am Computer diese Arbeit um ein Vielfaches. "Bei Annahme wie auch bei Rückgabe der Artikel haben wir so immer den kompletten Überblick", verrät Simon Scholl. "Der Verkäufer bestimmt den Preis", erklärt Axel Traa.

Rund ein Drittel der angebotenen Ware ist verkauft worden. 15 Prozent Provision behält sich der Skiclub ein. Max Gelmar aus Treffelhausen erhält 68 Euro ausbezahlt. "Ich bin zufrieden", meint er. Von seiner Ware ging lediglich ein Paar Skistiefel nicht weg. Aber auch Axel Traa ist zufrieden: "Wir hatten zwar schon bessere, aber auch schon schlechtere Ergebnisse." Ein hoffentlich schneereicher Winter kann nun also kommen. Gerüstet sind Wintersportler wie auch die Skilehrer im Verein, die erst vor wenigen Tagen auf Fortbildung waren.

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