Sicherer Schulweg: Eltern müssen immer Vorbild sein

Kommende Woche beginnt für Erstklässler die Schule. Die Kreisverkehrswacht gibt Tipps, wie Eltern ihre Kinder auf den Schulweg vorbereiten können.

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Erstklässler können lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Doch dazu ist die Hilfe der Eltern gefragt.  Foto: 

Üben, üben, üben: Gerade im Straßenverkehr, wo immer neue Gefahrensituationen entstehen können, gibt diese Devise bei Kindern den Ausschlag. Womöglich haben deswegen schon einige Eltern im letzten Kindergartenjahr angefangen, ihren Sprössling einen Teil des Heimwegs allein gehen zu lassen. Haben ihm erklärt, was ein Zebrastreifen bedeutet und dass man nur bei Grün über die Straße geht.

Grundsätzlich sollte allen Eltern klar sein, dass ihre künftigen Abc-Schützen auch im Straßenverkehr nur Anfänger sind. Sinnvoll ist daher ein gezieltes „Schulwegtraining“, bei dem die Großen den Kleinen erklären, was sie zu beachten haben. Und das am besten immer wieder und wieder. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert.

Die erste goldene Regel, die von der Göppinger Kreisverkehrswacht aufgestellt wird, lautet: Eltern müssen Kindern Vorbild sein. „Verhalten Sie sich richtig als Fußgänger im Straßenverkehr“, fordern die Experten. Denn Kinder ahmen nach, oft ganz unbewusst. Außerdem wichtig: sichtbare Kleidung. Wenn es morgens noch dunkel ist, helfen Reflektoren an der Jacke oder am Ranzen, damit Kinder von Autofahrern wahrgenommen werden. Auch Westen oder Überzieher in Leuchtfarben können für Sicherheit sorgen. „Nur wer gesehen wird, kann von den anderen Verkehrsteilnehmern beachtet werden.“

Drittens empfiehlt die Verkehrswacht Eltern, mit ihrem Kind den sichersten Schulweg zu planen. „Das muss nicht der kürzeste Weg sein.“ Führt der direkte Schulweg immer an der Hauptverkehrsstraße entlang, könnte ein Fußweg durchs ruhigere Wohngebiet geeigneter sein. Bei der Planung sollten alle Fußgängerüberwege, Ampeln oder andere kritische Situationen einbezogen sein. Dann geht es ans Üben. Die Verkehrswacht empfiehlt, zusammen mit dem Kind rechtzeitig den Schulweg abzulaufen.

Gefährliche Stellen sollten besprochen und gemeinsam bewältigt werden. Besonders wichtig ist dabei das Überqueren der Straße. „Blick nach links – rechts – links und dann die Fahrbahn zügig auf dem kürzesten Weg überqueren.“ Nie zwischen parkenden Autos hindurch gehen, lautet eine unerlässliche Regel für Verkehrsanfänger. Im Prinzip gilt: Eltern sollten ihr Kind solange auf dem Schulweg begleiten, bis das Kind das gewünschte sichere Verhalten zeigt. Dazu rät die Deutsche Verkehrswacht: „Um zu kontrollieren, ob Ihr Kind den Schulweg sicher gehen kann, machen Sie einen Rollentausch: Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen.“ Dabei soll es erklären, was es sieht und was deshalb zu tun ist. Übrigens geht man am besten rechtzeitig von zu Hause los. Wer sich hetzen muss, hat unnötigen Stress, der sich ungünstig auf Entscheidungen im Straßenverkehr auswirken kann.

Und zu guter Letzt sollte Unvorhergesehenes besprochen werden. Wie reagiere ich bei einer kaputten Ampel? Wie verhalte ich mich bei einer Baustelle oder wenn der Gehweg zugeparkt ist? Wer auf solche Fragen eine Antwort hat, ist für den Schulweg gut gerüstet.

Und falls Eltern ihr Kind übrigens doch mal mit dem Auto zur Schule fahren, sollte nie direkt vor dem Eingang geparkt werden. „Stellen Sie den Wagen schon einige Meter vor der Schule ab und gehen Sie den Rest des Weges zu Fuß“, rät die Verkehrswacht. So würden gefährliche Situationen vor der Schule vermieden. Nicht zuletzt sollten im Wagen immer altersgerechte Kindersitze vorhanden sein. Und schließlich: „Gurten Sie sich und ihr Kind immer an.“

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