Schwerer Aderlass für die GWRS Böhmenkirch

|
158 Jahre pädagogische Erfahrung nehmen Abschied von der Grund- und Werkrealschule in Böhmenkirch (v. l. n.r).: Susanne Bicheler, Erwin Kreidler, Jutta Roller und Uwe Weinmann.  Foto: 

Die Werkrealschule Böhmenkirch muss einen schweren Aderlass verkraften: Gleich vier Lehrer gehen mit den Ferien auch in den Ruhestand. Am Mittwoch wurde das Quartett im Foyer der Gemeindehalle verabschiedet.

158 Jahre Schulerfahrung hinterließen eine schmerzvolle Lücke, betonten Schulleiter Johannes Bartenbach und Bürgermeister Matthias Nägele. Der Bürgermeister lobte den guten Zusammenhalt in der Lehrerschaft und die funktionierende Kooperation zwischen Pädagogen und Eltern. Als Abschiedsgeschenk überreichte Nägele den angehenden Pensionären jeweils eine Flasche des „Böhmenkircher Lebenselixier“, damit sie auch im Ruhestand gesund bleiben.

Schulleiter Johannes Bartenbach dankte seinen vier Kollegen für jeweils über 40 Jahre Lehramtstätigkeit im öffentlichen Dienst und ließ die Karrieren der vier engagierten Pädagogen kurz Revue passieren.

Susanne Bicheler ist seit 1979 an der Grund- und Werkrealschule. Während dieser Zeit war sie noch Vertretungslehrkraft an den Schulen in Treffelhausen, Winzingen, Salach, Donzdorf, Lauterstein und Eybach. Für viele Grundschüler, auch Kinder anderer Nationalitäten, sei sie eine wichtige Ansprechpartnerin gewesen, erläuterte Bartenbach.

Uwe Weinmann kam 1980  an die Schule und war fast ebenso lange Verbindungslehrer. Durch sein organisatorisches und handwerkliches Geschick knüpfte er Kontakte zu Betrieben und vermittelte etliche Bildungspartnerschaften. Weinmanns Tätigkeit für die Volkshochschule bleibt vielen Böhmenkirchern in positiver Erinnerung, da er vielen das Schwimmen beigebracht hat. Weil im neuen Schuljahr nur zwei neue Lehrer nachrücken, wird Weinmann der Schule in Böhmenkirch weiterhin zur Verfügung stehen.

Jutta Roller, geborene Hetzler, unterrichtete 1978 und 1979 zunächst in Kuchen und anschließend elf Jahre an der Daniel-Straub-Realschule in Geislingen. Seit 1990 lernten bei ihr unzählige Grundschüler auf der Alb das Lesen, Schreiben und Rechnen. Die engagierte Pädagogin legte damit die Grundlage dafür, dass  viele Böhmenkircher heute das Abitur in der Tasche haben.

Erwin Kreidler ist seit 22 Jahren an der Grund- und Werkrealschule in Böhmenkirch. Von 1978 bis 1995 war er an der heutigen Gemeinschaftsschule in Donzdorf tätig. Hier unterrichtete er die Fächer Sport und Mathematik. Mit  Flexibilität und Ehrgeiz habe  Kreidler sich auch dem Fach Englisch zugewandt, lobte Bartenbach. Kreidler sei ein mit der oft nötigen Gelassenheit gesegneter Lehrer, der stets an den Werten des Schulalltags festgehalten und dies neben seinem Fachwissen auch an die Kinder weitergegeben habe, betonte der Rektor.

„Die gehen, haben Glück, die anderen haben Pech. Auf Wiedersehen“, schloss Bartenbach seine Laudatio, bevor zu einem üppigen Abschiedsessen geladen wurde.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Heftiger Streit am Kriegerdenkmal

Gut 15 Vermummte haben am Sonntag fünf Personen am Kriegerdenkmal in der Mörikestraße angegriffen. Einer der fünf erlitt schwere Verletzungen. Die Polizei schließt nicht aus, dass der Streit politisch motiviert war. weiter lesen