Schwäbischer Albverein baut an Hiltenburghütte an

Die Hiltenburghütte des Schwäbischen Albvereins in Bad Ditzenbach ist 40 Jahre alt geworden. Um sie auf den heutigen sanitären Standard zu bringen, ist der Verein auf Spenden seiner Mitglieder angewiesen.

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Die Bad Ditzenbacher Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins will ihre Hiltenburghütte modernisieren.  Foto: 

Plumpsklos waren früher nichts Außergewöhnliches, heute entsprechen sie in keiner Weise mehr den sanitären und hygienischen Anforderungen. Doch es gibt sie immer noch - zum Beispiel in der von Wanderern stark frequentierten Hiltenburghütte des Schwäbischen Albvereins Bad Ditzenbach. Nun plant die rührige Ortsgruppe mit ihrem Vorsitzenden Rainer Maier einen Anbau mit modernen Sanitäranlagen, einem Technikraum und einer größeren Küche. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, an der 68 Albvereinler teilnahmen, sprach sich die Mehrheit für das Bauvorhaben aus.

Die Hiltenburghütte steht seit nunmehr 40 Jahren im Sattel südlich der Hiltenburg. Sie ist die Nachfolgerin einer Holzmacherhütte, die das Forstamt Weilheim 1964 der Bad Ditzenbacher Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins (SAV) zur Verfügung gestellt hatte. Die Albvereinler funktionierten sie schnell zu einer kleinen Wanderhütte um. Ihre neue selbst gebaute Hütte weihten sie am 1. Mai 1975 ein. Die Baukosten hatten 74.400 Mark betragen.

Die Hütte hat zirka 45 Sitzplätze. Sie ist ausgestattet mit einer kleinen gasbetriebenen Küche, einer Theke, einem Abstellraum sowie einem Keller. 50 Meter abseits befinden sich ein Holzschuppen, eine Damen- und eine Herrentoilette mit besagten Plumpsklo.

Der Neubau, für den das SAV-Mitglied Walter Bühler aus Deggingen eine Vorplanung gemacht hatte, sieht Damen-, Herren- und Personaltoiletten vor sowie einen Technikraum mit Wasseraufbereitungsanlage. Zudem soll der Hütteneingang verlegt und die Küche um den Bereich des jetzigen Eingangs erweitert werden. Der Anbau soll 45 Quadratmeter groß werden und rund 145.000 Euro kosten.

Auch an den rechtlichen Verhältnissen soll sich etwas ändern. Obwohl der SAV die Hütte seinerzeit vollständig selbst erbaut hat, gehört sie genauso wie der Grund und Boden der Forstverwaltung Baden-Württemberg. Sie verlangte vom Schwäbischen Albverein damals eine jährliche Pacht von 1300 Mark. Später hat der Forst die jährliche Pacht auf 50 und dann auf 26 Mark reduziert. Der Vertrag mit der Forstverwaltung läuft 50 Jahre, endet also 2024. Der Vereinsvorsitzende Rainer Maier erklärte nun, es sei an der Zeit, vom Pachtverhältnis mit Forst und Land Baden-Württemberg ganz loszukommen. Die Hiltenburghütte solle auf absehbare Zeit der Ortsgruppe gehören, zumal sie doch erhebliche Summen in eine Hütte investiert habe, die ihr gar nicht gehöre. Als Beispiel führte er die Elektrifizierung an. Das Vertragsverhältnis müsse auf einen Erbbaurechtsvertrag umgestellt werden. Die Forstverwaltung befürworte das, ebenso sei das Landratsamt mit sämtlichen Fachbehörden mit der Erweiterung der Hiltenburghütte einverstanden.

Leider bekomme der Schwäbische Albverein keinen Zuschuss vom Land, weil in der Hiltenburghütte keine Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind, sagt Maier. Die Vorstandschaft mit ihm als Erstem und Karl-Hans Leikauf sowie Eva Schober als den beiden Zweiten Vorsitzenden, Kassier Sylvia Schmid und Schriftführer Gerhard Kastl ist jedoch guter Dinge, dass die rund 360 Mitglieder des SAV je 50 Euro für das Bauvorhaben spenden. Zudem hofft der Ditzenbacher SAV auf zahlreiche Sponsoren. Mit einem Kredit von 50.000 Euro und den Spenden will der Verein das Vorhaben stemmen.

Ortsgruppe mit 360 Mitgliedern

Der Verein einst Der Schwäbische Albverein ist 1888 aus verschiedenen Verschönerungsvereinen entstanden. Die Ortsgruppe Bad Ditzenbach haben im Jahr 1900 sieben Mitglieder gegründet. Der Jahresbeitrag betrug seinerzeit drei Mark.

Der SAV heute Der Schwäbische Albverein Bad Ditzenbach hat heute 360 Mitglieder.

Funktionen Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands sowie weitere Mitglieder aus dem 14-köpfigen Ausschuss haben zusätzliche Aufgaben: Manfred Scherrbacher ist Leiter der Seniorengruppe. Fachwarte Wandern sind Gerhard Kastl und Bernd Loos. Fachwarte Wege sind Karl-Hans Leikauf und weitere sechs Wegewarte. Der Fachwart Naturschutz ist Rainer Maier, der Fachwart Kultur ist Waltraut Schröder und verantwortlich für die Hiltenburghütte zeichnet der Hüttenwart der Ortsgruppe, Karl Fuchs.

BWK

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