Schwäbische Alb Classic fordert Fahrzeug und Fahrer

Immer wieder die Steigen rauf und runter. Die Schwäbische Alb Classic des AC Helfenstein am Wochenende war ein echter Härtetest. Da kamen Motoren und Fahrer ins Schwitzen und die Bremsen liefen heiß.

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Die Stars bei der Alb Classic: Uli Mayer aus Geislingen mit seinem Bugatti Baujahr 1926.  Foto: 

Die 16. Schwäbische Alb Classic des Automobilclubs Helfenstein am Samstag in Mühlhausen wurde zu einem herausragenden Erlebnis für die Teilnehmer. Fahrer und Beifahrer der Oldtimer waren hellauf begeistert von der wunderschönen, aber auch anspruchsvollen Strecke, die Franz Schulz und seine Vereinskameraden vom AC Helfenstein zum 50-jährigen Bestehen des Automobilclubs ausgetüftelt hatten.

Bereits am frühen Morgen tummelten sich die über 40 ACHler um Franz Schulz, damit alles bereit war, als die ersten Fahrer mit ihren edlen und teilweise schon sehr alten Karossen in Mühlhausen zum Start der insgesamt 223 Kilometer langen Strecke erschienen. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde jedes der 44 Fahrzeuge einzeln vorgestellt, bevor es auf Tour über die Alb ging.

Und das war beileibe nicht immer nur gemütliches Sightseeing: Die anspruchsvolle Strecke führte die Fahrer und ihr heilig's Blechle gleich mehrfach auf die Albhochfläche hinauf und wieder hinunter. Da kamen Fahrer und Fahrzeug manches Mal an ihre Grenzen. Im Gegensatz zum Fahren von modernen Autos mit Servolenkung und Bremskraftverstärker ist das Steuern eines Oldtimers noch richtig Arbeit.

"Die Strecken waren schön, aber es war nicht immer ganz einfach, den langen Wagen durch die engen kurvigen Strecken zu jonglieren", bekennt Joachim Benz aus Geislingen, der einen auf Hochglanz polierten schwarzen Oldsmobile aus den USA fährt. Einmal musste er sogar kurzerhand in die Wiese ausweichen, als ihm ein Traktor auf der engen Straße entgegenkam. Während die Motoren schon mächtig ins Schnaufen kommen, um die Steigen hinauf zu kommen, ist es hinunter nicht viel besser: Da können die Bremsen sehr schnell heiß werden, berichtet Uli Mayer aus Geislingen. Er war mit dem ältesten Fahrzeug, einem Bugatti Baujahr 1926, unterwegs. "Das war wirklich kein Spaziergang. Auf den teilweise sehr holprigen Strecken ohne Federung auch kein Zuckerschlecken", fügt er lachend hinzu. Dennoch hatte Mayer mit seiner Frau und dem Hund auf dem Rücksitz viel Spaß an der Tour. Für den Geislinger sind Besitzer von Oldtimern, die aus Angst vor Schäden am Wagen an solch schönen Ereignissen nicht mitfahren, "richtige Schnarchzapfen".

Statt Navi haben die Fahrer nur Karte und Bordbuch. Immer wieder gibt es Lichtschranken. Sie messen, ob auch keiner schneller als die im Schnitt erlaubten 40 Stundenkilometer unterwegs ist. Anhand der steilen Strecken bestand hier aber bei den wenigsten Gefahr. Über Whats App erhielten Michael Heigl und seine Vereinskameraden jeweils die aktuellen Daten, die sofort am Computer verarbeitet wurden.

Nach der ersten großen Etappe stärkten sich alle Teilnehmer am reichhaltigen Mittagsbüfett, bevor gegen 13.30 Uhr die zweite Runde in Angriff genommen wurde. Bei Kaffee und Kuchen gab es dann noch noch ausgiebige "Benzingespräche", bevor die Sieger bekannt gegeben wurden.

Auf den ersten Platz fuhr Hans Taute mit Beifahrer Marcel Humme in einem Lancia Fulvia, dicht gefolgt von Peter Nille mit Copilot Werner Heigl im Mercedes SL 280. Auf dem dritten Rang landeten Hatto Poensgen und Jürgen Illig im 2500 BMW.

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