In Wäschenbeuren sind die Narren los

Mit viel Radau, der Narrentaufe und dem umjubelten Aufstellen des Narrenbaumes haben die Zünfte von Wäschenbeuren hochmotiviert beim Häsabstauben die neue Fasnetssaison eingeläutet.

URSULA RESCH |

Neben vielen Zuschauern konnte der Vorsitzende des Wäschenbeurener Brauchtumsvereins, Marco Schmid, auch Zünfte aus Nachbarorten begrüßen. Rechberghäuser Torhopfer, Dorfhexen und Furchenrutscher sowie Fetza Hexa aus Lorch waren gerne zum Häsabstauba der Wäschenbeurener Zünfte gekommen. Schon um der klirrenden Kälte samt leichtem Schneefall zu trotzen, musste und wollte man zur schrägen Guggamusik der Naus-Stragger wippen und tanzen, die gleich richtig Stimmung vor die Bürenhalle brachten, in der bereits das Drei-Königs-Kaffee in vollem Gange war.

Nicht zu bremsen waren die Krettabachkatza, Beuremer Wäschweiber und Flecka-Hexa vom Brauchtumsverein zum Start in die schwäbisch-alemannische Fasnet, auch ein paar Ranzige Füchs wohnten dem närrischen Auftakttreiben bei. Bei lauten Getöse und dreifachen Narrenrufen wusste am Nachmittag wohl jeder in Wäschenbeuren, was die Stunde geschlagen hatte: Die Hästräger haben bis Aschermittwoch wieder Oberhand.

Kaum auf der Bühne, stürmten die Hexa und Katza zu ihren Hästänzen, wobei die Jugend die Piraterie entdeckte, während die "Reiferen" mit Katzen-Musik "Jetzt gehts Ab" ihre Motivation klarstellten, da miaute selbst das begeisterte Publikum.

Und weils im letzten Jahr so schön war, schwebten zwei Flughexen von luftiger Höhe aufs Podium hinunter, nicht ohne vorher einen Konfettiregen rieseln zu lassen. Kaum auf dem närrischen Boden angelangt, wurde der bereitgelegte Narrenbaum hochgehievt. Darin hocken nun drei Puppen der Zünfte und haben ein wachsames Auge auf die närrischen Wochen. Auch die jüngsten durften wieder ihren Kinder-Narrenbaum stellen, was mit einer Schokoladentafel belohnt wurde.

Über zehn neue Mitglieder konnte sich der Brauchtumsverein freuen, "auch wenn ein paar davon nicht mehr jüngsten Datums sind", witzelte Schmid. Bevor sie ihre Masken erhielten, mussten sie die ebenso gefürchtete wie heiß ersehnte Rutsche hinunter, an deren Ende sie ein Riesenhaufen Sägespäne erwartete - die Narrentaufe - ein Spaß, der bei den Zuschauern bestens ankam.

Zum guten Schluss zeigten die Gartenzwerge von der Tanzgarde Wäschenbeuren noch, was in ihnen steckt.

Die offizielle Eröffnung der Narrensaison sei einfach wichtig, meinte Marco Schmid, es sei für die Mitglieder der Zünfte einfach schön, wieder die Maske aufzuziehen und durch die Gassen zu ziehen, weshalb natürlich auch die Narrenflagge gehisst wurde.

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