Bad Ditzenbach will sich für „Quartier 2020“ bewerben

Bad Ditzenbach will sich mit dem Landkreis für das Projekt „Quartier 2020“ bewerben. Gemeinde sammelt Ideen, wie man der Vereinsamung entgegenwirken kann.

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Herbert Juhn will sich mehr um Senioren kümmern.  Foto: 

Mit der wachsenden Zahl alter Menschen wächst auch die Bedeutung der kommunalen Seniorenpolitik. Das Thema sprach Bad Ditzenbachs Bürgermeister Herbert Juhn in der jüngsten Ratssitzung an. Die Gemeinde investiere bereits viel für Kinder. Nun wolle man sich auch vermehrt für Senioren einsetzen, erläuterte der Schultes. Es gebe bereits lokale Netzwerke, die dabei helfen, die Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu verbessern. Die Kommunen würden in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle spielen. Der Landkreis habe auch schon seit einigen Jahren Netzwerke etabliert, darunter auch das „Netzwerk Demenz“. Mit der Segofils gibt es im Oberen Filstal auch einen sehr rührigen Verein, der ebenfalls sehr gut vernetzt sei und sich dem Thema „Älter werden“ widme, führte Juhn aus.

Auch das Land Baden-Württemberg richtet mit einem speziellen Programm „Quartier 2020“ das Augenmerk auf diese Bevölkerungsgruppe. Dahinter verbirgt sich ein Ideenwettbewerb des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Dieses Programm soll ein erster Impuls zur alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung sein. Ziel ist es, einen lebendigen Raum mit starkem bürger­schaftlichem Engagement zu schaffen, mit dem sich die dort ­lebenden Menschen identifizieren können. Insgesamt stellt das Land ­2,5 Millionen Euro mit maximal 100 000 Euro Preisgeld pro Bewerbung zur Verfügung.

Der Landkreis Göppingen will sich in Kooperation mit einer Gemeinde für das Projekt bewerben. Bad Ditzenbach komme dafür infrage, erläuterte Juhn. Der Bürgermeister hat sich deshalb schon in dieser Sache mit dem Landkreis, der Vinzenz-Klinik, der Segofils und dem Freundeskreis Asyl abgestimmt. Weitere Beteiligungen der Bürger durch die Kreativwerkstatt und den Jugendtreff sind geplant. Außerdem sollen Vereine sowie die Kirchen eingebunden werden. Es wurden bereits einige Ideen gesammelt – etwa wie man der Vereinsamung im Alter entgegenwirken könne.

Laut Herbert Juhn gilt für alle Generationen, dass Sport ein wichtiges Mittel ist, um Körper und Geist gesund zu erhalten. Deshalb benötigen Bürger und Gäste Fitnessangebote, die unabhängig von festen Übungszeiten bestehen. Dies schafft nach den Worten des Bürgermeisters ein Bewegungsparcours entlang der Fils zwischen Bad Ditzenbach und Gosbach. Gleichzeit dient so ein Parcours als Begegnungsstätte zwischen „Alt und Jung“. Er könnte so konzipiert werden, dass die Geräte von allen Generationen genutzt werden können. Ein Sponsoring von Firmen wäre auch vorstellbar. Verbunden mit verschiedenen Infostellen – etwa  zum Thema Ernährung, würden wichtige Beiträge zur Prävention geleistet. Zusätzlich zu den Sportvereinen und sonstigen Angeboten ist vermehrt ein Trend zum Sport im Freien entstanden.

Juhn präferierte einen gemeinsamen Antrag mit dem Landkreis, um am Projekt „Quartier 2020“ teilzunehmen. Damit stieß er im Gemeinderat auf offene Ohren. Die Ratsmitglieder begrüßten das Projekt. Im Gremium wurde beschlossen, dass  sich die Gemeinde Bad Ditzenbach auf den Weg eines Quartiers-Entwicklungsprozesses machen soll. Der Bürgermeister wurde beauftragt, sich am Ideenwettbewerb des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg zu beteiligen. Außerdem stimmte der Gemeinderat der Teilnahme der Gemeinde am „Netzwerk Demenz“ im Landkreis Göppingen zu.

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