Schulranzen gegen Armut

Die ganze Grund- und Werkrealschule in Deggingen von Klasse 1 bis 10 hat sich engagiert: Sie spendet 60 gefüllte Schulranzen für Kindern in Armutsländern. Sie wurden jetzt einer Hilfsorganisation übergeben.

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Schulranzen neu gefüllt für Kinder in armen Ländern - Degginger Grund- und Werkrealschüler machten der Hilfsorganisation GAiN eine große Spende.  Foto: 

Wo Bildung an Armut, Naturkatastrophen oder den politischen Umständen zu scheitern droht, kann ein gepackter Schulranzen viel helfen. In der Grund- und Werkrealschule Deggingen haben die Klassen Schultaschen und Schulmaterial für 60 Kinder gesammelt und alles am Donnerstag zwei Vertretern der Hilfsorganisation GAiN überreicht. GAiN steht für Global Aid Network. Die internationale Organisation leistet seit 1990 in vielen Ländern humanitäre Hilfe.

"Ich habe von der Hilfsorganisation GAiN im Radio gehört und so von der Schulranzenaktion erfahren", sagt die Referendarin Constanze Geiger, die derzeit an der Grund- und Werkrealschule tätig ist. Beim Schulleiter und bei allen Schülern stieß die Anregung, hier mitzumachen, auf offene Ohren. Mittlerweile haben die Schüler der Klassen 1 bis 10 insgesamt 60 entbehrliche Schulranzen gespendet. Anhand einer Liste wurden sie sinnvoll bestückt, ganz nach den Vorgaben von GAiN. Sie enthalten unter anderem Schreib- und Rechenhefte, Schreibblöcke, Zeichenblöcke, Mäppchen mit und ohne Inhalt - jeder gab, wie er konnte und wollte.

"Ranzen gegen Armut" und "Helfen macht Schule" steht als Motto über der Aktion. Bei der Übergabe der 60 gepackten Schulranzen am Donnerstag gingen die Vertreter von GAiN näher darauf ein. Sie erklärten den Schülern genau, was mit ihrer Spende passiert. Diese wiederum machten eifrig Gebrauch von der Möglichkeit, Fragen zu stellen. Viktoria Häfele aus Klasse 2 wollte gleich als Erste wissen, wie lange so ein Transport denn dauert. GAiN habe seinen Sitz im hessischen Gießen, hieß es darauf. Dort würden die Schulranzen zunächst einmal gesammelt und dann mit dem Lastzug in bedürftige Länder gefahren oder aber von Rotterdam aus im Container verschifft. Empfängerländer seien unter anderem Haiti, Lettland, die Philippinen, Syrien und Irak. "Man muss sich vorstellen, dass in den Ländern entweder politische Probleme herrschen oder aber eine Naturkatastrophe Leid geschaffen hat. Die erste Sorge gilt dann immer zuerst der Beschaffung von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Die Bildung steht meist hinten an", sagte der ehrenamtliche GAiN-Helfer Mike.

Schulleiter Frank Henzler dankte allen Kindern für ihr Engagement in dieser Projektsache und bedankte sich darüber hinaus bei der Referendarin Constanze Geiger als Urheberin und Organisatorin der ganzen Aktion. Stolz trugen die Schüler die Ranzen zum Transporter der Hilfsorganisation und halfen beim Verladen. Eine "Rückmeldekarte", die an den Ranzen geheftet wurde, gab die schöne und gern genutzte Möglichkeit, dass die "Spender-Kinder" den "Empfänger-Kindern" eine Nachricht schicken können. "Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich sehe, wie diese Kinder die Schulranzen in Empfang nehmen", sagte ein GAiN-Helfer.

GAiN ist der humanitäre Partner von Campus für Christus und trägt das Spendensiegel der Deutschen Evangelischen Allianz. 

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