Schulamt: Neue Oberstufe im Kreis nicht nötig

Das Landratsamt rechnet nicht mit der Einrichtung einer Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule im Kreis. Dafür gebe es genug berufliche Gymnasien.

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Sollen die beruflichen Gymnasien der Landkreise künftig auch als Oberstufe für die Gemeinschaftsschulen dienen? Das fordert der baden-württembergische Landkreistag. Faktisch dienen die beruflichen Gymnasien des Landkreises Göppingen bereits als gymnasiale Oberstufe auch für jene Schüler, die nach dem Hauptschulabschluss oder der mittleren Reife den Weg zum Abitur gehen möchten, betont Andrea Borghia, Amtsleiter für Schulen, Straßen und Gebäudemanagement im Landratsamt. Von der jüngsten Forderung des Landkreistags war er selbst überrascht worden. Der Landkreistag stellt sich gegen Pläne der Landesregierung, an großen Gemeinschaftsschulen auch eine Oberstufe zuzulassen, die den Schülern den Weg zum Abitur ebnet. Das Göppinger Landratsamt habe sich damit noch nicht näher befasst, erklärt Borghia. „Da muss man jetzt abwarten, wie sich das Kultusministerium dazu positioniert.“  Für den Landkreis Göppingen erwartet er ohnehin keine großen Änderungen. Denn die strengen Voraussetzungen des Ministeriums für die Einrichtung einer sogenannten Sekundarstufe II erfülle derzeit kaum eine Gemeinschaftsschule. Mindestens 60 Schüler pro Jahrgang und dauerhaft vier Klassen schon von der fünften Klasse an. Darüber hinaus gebe es im Landkreis bereits so viele Gymnasien, dass mit jeder neuen Oberstufe die Gefahr bestehe, doppelte Strukturen zu schaffen, die nicht sinnvoll erscheinen. Auch im Kreis gelte das Prinzip: „Es gibt immer einen Anschluss nach einem Abschluss.“

Das bestätigt Schulamtsdirektor Fritz Hofstätter vom Staatlichen Schulamt Göppingen: „Unsere Schüler haben eine große Auswahl an weiterführenden Schulen.“ Er sehe keinen Bedarf für eine weitere Oberstufe, zumal die Kriterien nicht erfüllt werden können. „Das wäre in keiner Gemeinschaftsschule in unserer Region  gegeben.“ Wie das Landratsamt mitteilt, hätten Gemeinschaftsschüler die Möglichkeit, nach der Sekundarstufe I auf ein berufliches Gymnasium zu wechseln. Der Kreis unterhält in Geislingen und Göppingen je ein Wirtschaftsgymnasium (WG) und ein Sozialwissenschaftliches Gymnasium  (SG) sowie in Göppingen ein Technisches (TG) und ein  Ernährungswissenschaftliches Gymnasium (EG).

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