Schüler mit teuflischem Auftrag

Zanken, Schreien, Schabernack: Viele kleine Teufel verwandeln bei der Premiere von "Der liebe Herr Teufel" die Aula des Rechberg-Gymnasiums Donzdorf in ein höllisches Spektakel und begeistern das Publikum.

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Belze - der liebe Herr Teufel (re.: Mara Wieland) übt teuflischen Einfluss auf die Direktorin (Madita Oberschelp) aus.  Foto: 

Was für eine Show. Bei der Premiere des Stücks "Der liebe Herr Teufel" am vergangenen Freitag begeisterten Schüler aus den Klassen sechs bis neun des Rechberg-Gymnasiums Donzdorf mit ihrem energiegeladenen Spiel das Publikum. In ihren teuflischen Kostümen, dem detailreichen Make-up und mit viel Witz gestalteten die jungen Spieler die Aula des Gymnasiums zu einer schaurig schönen Version der Hölle um.

Die Hölle befindet sich in der Krise: Zwar ist die Welt so schlecht wie selten zuvor, aber nur wenige Schandtaten geschehen aufgrund von teuflischem Einfluss. Luzifer (gespielt von Henry Bamberger) und seine Gemahlin Fulminaria (Anna Hecht) schließen eine Wette ab, um ein glückliches Ehepaar zu verderben. Und so wird der Höllenschüler Belze (Mara Wieland) auf die Erde geschickt, um die Eheleute Brunner (Jule Kolmer und René Doster) ins Unglück zu stürzten. Allerdings zeigt sich schnell, dass Belze in der Höllenschule hätte aufmerksamer sein sollen. Ein zauberhafter Klamauk beginnt, der mit dem Eingreifen der Höllenfürstin Fulminaria und der Teufelsgroßmutter (Lea Schmidt) gipfelt.

Die noch jungen Schüler zeigten sichtlich Spaß am Spiel und überzeugten durch gekonnte Interaktion. Durch tolle Mimik, Gestik und vollen Körpereinsatz entstand ein ausdrucksstarkes Spiel. Und auch an moderner Technik wurde nicht gespart. Der gelungene Einsatz von Musikelementen unterstrich sowohl die chaotischen Höllenszenen als auch die nachdenklichen Monologe des Protagonisten Belze Teufel. Heimliches technisches Highlight war die Illusion des Höllenaufzugs, der Hölle und Erde miteinander verband. Beim Publikum kamen solch liebevolle Details gut an.

Auch Klaus Kraner zeigte sich am Premierenabend zufrieden. "Die Spieler haben heute noch einmal ganz genau fokussiert, worauf es ankam", meinte der Regisseur. Zwar sei auch bei ihm immer etwas Aufregung dabei, aber man habe gemerkt, wie wach und konzentriert das Ensemble war. Die mit viel Charme und Witz gestaltete Inszenierung ist ohne Frage ein Spaß für Jung und Alt.

Weitere Aufführungen des Stücks finden am 14. und 15. November um 19 Uhr in der Aula des Rechberg-Gymnasiums Donzdorf statt.

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